Liedergeschichte: Kein schöner Land

Zur Geschichte von "Kein schöner Land": Parodien, Versionen und Variationen.

1838 von Wilhelm Zuccalmaglio auf ältere Volksliedmelodien getextet führt „Der deutsche Liederhort“ von Erk und Böhme, der wichtigsten Volksliedersammlung vom Ende des 19. Jahrhunderts, das Lied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ nicht auf, weil es sich nicht um ein Volkslied handelt. Hingegen druckt Franz Magnus Böhme das Lied in Die volkstümlichen Lieder der Deutschen (1895, Nr. 243 „Abendlied im Sommer“) als „Volksweise“ und nennt als Quelle „Preußisches Soldaten-Liederbuch“ von 1884. Die Melodie aber ist wesentlich älter.

Insbesondere der zweite Teil der Melodie ist im Prinzip identisch mit dem Lied „Ade mein Schatz und ich muß fort„, das mündlich aus der Prignitz, Nähe Perleberg und 1807 durch Büsching und von der Hagen veröffentlicht wurde. (Deutscher Liederhort, Nr. 157)

Nach der Veröffentlichung von „Kein schöner Land“ 1912 im Liederbuch „Unsere Lieder“ des Österreichischen Wandervogels (siehe „Wandervogel“) etablierte sich das Lied in der Wandervogelbewegung. Otto Holzapfel schreibt in seinem Liedverzeichnis: „Sehr häufig in populären Liederbüchern seit 1924, mehrfach parodiert und in der Werbung verwendet.“ (Band 2,  S. 947)

Kein schöner Land in dieser Zeit als hier das unsre weit und breit wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit Da haben wir so manche Stund´ gesessen da in frohem Rund Und taten singen die Lieder klingen im Eichengrund Daß wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel hundertmal Gott mag ... Weiterlesen ... ...

Kein schöner Land in dieser Zeit als wo die Menschen sind bereit sich zu verbinden und sich zu finden in Menschlichkeit Die Welt in Elend und in Not sie schaut ein neues Morgenrot Sie wird befreien Und wird erneuen was tief in Not Text: Ernst Heinrich Bethge (unter dem Pseudonym Lobo Frank) Musik: nach „Kein ... Weiterlesen ... ...