Liedergeschichte: Alle Tage ist kein Sonntag

Zur Geschichte von "Alle Tage ist kein Sonntag": Parodien, Versionen und Variationen.

„Alle Tage ist kein Sonntag“ ist vermutlich ein ostpreußisches Volkslied, das erstmals 1924 in Druck erschien. Der Text wird vielfach Carl Ferdinands zugeschrieben, der die erste Strophe des Volksliedes übernahm und dann die 2- und 3- Strophe neu dichtete. Die Komposition wird oft Carl Clewing zugeschrieben, in der Liedersammlung „Alpenrose“ und auch in „Deutschlands Liederschatz“, beide von 1924, steht das Lied jedoch als mündlich überliefert. In Krummau (heute Tschechien) entstand eine vierstrophige Version..

Bekannt wurde das Lied durch zwei Filme, die zwar den gleichen Titel aber unterschiedliche Handlungen haben, in den das Lied jeweils eine wichtige Rolle spielte.

Der erste „Alle Tage ist kein Sonntag“- Film erschien 1935. Regie hatte Walter Janssen, das Drehbuch war von Max Wallner, Hans Vietzke und Georg Zoch. Die Musik war von Carl Clewing und Will Meisel. Das Thema des Liedes taucht immer wieder als Motiv während des Films auf und das Lied erklingt gleich zu Beginn. Es wird – im Stil der Comedian Harmonists – von den „Fünf Parodisters“ gesungen.

In dem 1959 veröffentlichten sentimentalen Film „Alle Tage ist kein Sonntag“ (Regie: Helmut Weiss, Drehbuch: Kurt Heuser, Werner E. Hintz, Produktion: Kurt Ulrich) wird das Lied mitten im kalten Krieg und zwei Jahre vor dem Bau der Berliner Mauer von einem russischen (!) Chor gesungen:

Alle Tage ist kein Sonntag
alle Tag‘ gibt’s keinen Wein
aber du sollst alle Tag
recht lieb zu mir sein
Wenn ich einst tot bin

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Alle Tage ist kein Sonntag
Alle Tag gibts keinen Wein
Aber du sollst alle Tage
Recht lieb zu mir sein
Und wenn ich einst tot [...] ...

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Alle Tage ist kein Sonntag
Alle Tag gibts keinen Wein
Aber du sollst alle Tage
Recht lieb zu mir sein
Und wenn ich einst tot bin

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