Bremer Stadtmusikanten

von Toggenburg

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Graf Kraft von Toggenburg: schweizerischer Minnesinger. Von drei Trägern dieses Namens in dem vornehmen und mächtigen Adelsgeschlecht gilt nach allgemeiner Annahme der zweite als unser Dichter; er ist im Gegensatz zu den beiden anderen nur in einer Urkunde vom 27. Mai 1260 belegt. Zu dieser Zeit stimmt es, daß die Manessische Handschrift ihn in der Grafenbank ihres Grundstocks zu dem den Toggenburgern verwandten Grafen v. Kilchberg (1286—1310) stellt; Kraft III (1299—1339) ist zu spät, Kraft I (1240—54), zu dessen gewaltthätigem Charakterbild auch die Lieder nicht Passen, zu früh.

Die sieben Liedeslieder verrathen einen Schüler Veldeke’s, der viel von seines Meisters Art besitzt. Eine liebenswürdige heitere Natur, die es aber doch mit den neuen Schlagworten noch ernst nimmt, verträgt er es nicht, den „hochgemuthen“ Ton der höfischen Schule anzuschlagen, wenn er Liebeskummer fühlt und bittet ganz aufrichtig die Auserwählte, ihm die geforderte Stimmung zu verschaffen. Man hat überall den Eindruck, daß er in wirkliche Anschauung und lebendiges Gefühl übersetzt, was Andere nur als Schablone übernehmen. So wird ihm auch der Spott der Herrin zum hörbaren Lachen und die volksthümliche Wendung vom rosenrothen Mündlein führt zu einem frischen Vergleich.

Seine Kunst ist mäßig: der Adonius der Veldekischen Schule und provenzalische Durchreimung verbinden sich mit der Freude an Wortaufnahme, die fast ein landschaftliches Kennzeichen der Thurgauer bildet, und mit bequemen Reimen. Eine Neuerung bedeutet für seine Zeit die eingehende Aufzählung der Schönheiten seiner Dame im neunten Gedicht. Er spiegelt so recht die Freude ab, mit der in den deutschen Nebenländern die neue Kunst begrüßt ward; der Minnesinger Mengen, ein Dienstmann des Toggenburger’s, der zu Klingen’s Kreis|gehört, vermittelt dann zwischen diesen Einführern Veldekischer Art (wie unser Dichter und Teufen) und dem Epigonenkreis der Thurgauer Sänger um Klingen. (Deutsche Biographie)

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von Toggenburg im Archiv:

Mir ist leide daß der Winter beide…

Mir ist leide, daß der Winter beide Wald und auch die Heide hat gemachet kahl Sein Betwingen läßt nicht Blumen entspringen noch die Vöglein singen ihren süßen Schall Musik: J. C. Weber Text: Graf Kraft von Toggenburg (13. Jahrhundert) In Manessische Liederhandschrift  

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