Volkserotik und Pflanzenwelt

Aigremont, Dr.: Volkserotik und Pflanzenwelt. Erster und Zweiter Band – Eine Darstellung alter wie moderner erotischer und sexuller Gebräuche, Vergleiche, Benennungen, Sprichwörter, Redewendungen, Rätsel, Volkslieder, erotischen Zaubers und Aberglaubens, sexueller Heilkunde, die sich auf Pflanzen beziehen. 2. Auflage,  Leipzig, Ethnologischer Verlag Dr. Friedrich S. Krauss, 1910
U.a. über: Die Waldbäume; Die Obstbäume; Zier-Sträucher u. Bäume; Küchengewächse; Pilze; Kräuter u. Blumen; Mutterkräuter; Aphrodisiaca u. Antaphrodisiaca; Männliche u. weibliche Benennungen. – Mit Namensverzeichnis.

Etwas kurios das Erscheinungsjahr 1919 der dritten Ausgabe, da vor dem I. WK eine 2. Aufl. bereits 1910 erschien.

(1908)
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Volkserotik und Pflanzenwelt im Archiv:

Pfiati Gott Schatzerl

Pfiati Gott Schatzerl I muß a Klausna wern Hast a´s letzt Schmatzerl Haselnußkern – Wer woaß wer d´Nuß aufbeißt Wer woaß wer´s Kuterl z´reißt Alli Leut essen gern schöni Haslnußkern nach: Anton Quitzmann , Religion der Baiwaren 1860 , S. 90 – zitiert nach Volkserotik und Pflanzenwelt (1910)

Lebensrute

Die erste ursprüngliche Gestaltung des Brauchs mit der Lebensrute zu schlagen ist diese: Frauen und weibliches Hausvieh (vor allem Kühe und Stuten) wurden zu bestimmten Jahreszeiten mit einer grünen Rute oder Gerte (Lebensrute) gewisser Bäume geschlagen oder gepeitscht, um fruchtbar zu werden. Was sah der Naturmensch in diesem Symbol? Für ihn war die Gerte, die Lebensrute das Zeugungsglied des Baumdämons,

Maibaum

Wir wenden uns zu dem andern uralten erotischen Brauch, zu dem Einholen des Maibaumes. Er wird bereits in Urkunden des XIII. Jhdts. als alt und traditionell bezeichnet. An bestimmten Tagen, am ersten Mai (Walpurgistag) oder zu Himmelfahrt, auch zu Pfingsten, besonders zu Johanni wurde ein festlich geschmückter, oft mit menschlichen Kleidern behangener Maibaum (Birke, Fichte oder Tanne, auch Eiche) unter

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