Die Haselnuß, deren altgermanisches Wort schon in vorgermanischen Zeiten wurzelt, war in grauer Vorzeit eine der wichtigsten Zauber- und Kultpflanzen. Sie war der einzige einheimische wahrhaft wohlschmeckende Früchte tragende Fruchtbaum. Eichen und Schlehen konnten nicht mit ihr verglichen werden. — Haselnüsse und Haselstäbe finden sich in alten deutschen Gräbern als Symbole des Lebens und der Lebensrute, ... Weiterlesen ... ...

| 1908


Der Hollunder, einer der wenigen einheimischen Bäume, die eßbare Früchte trugen, hat uralte Kultbeziehungen. Er war der Holla oder Freya, der kinderspendenden Göttin, heilig. So wird er in Verbindung mit der Geburt wie auch mit dem Tod, mit der Unterwelt gebracht. Nur vereinzelt liefert der Holder die Lebensgerte, Vielleicht in jenem Brauche Westfalens: am Lichtmeßtage ... Weiterlesen ... ...

| 1908


Die erste ursprüngliche Gestaltung des Brauchs mit der Lebensrute zu schlagen ist diese: Frauen und weibliches Hausvieh (vor allem Kühe und Stuten) wurden zu bestimmten Jahreszeiten mit einer grünen Rute oder Gerte (Lebensrute) gewisser Bäume geschlagen oder gepeitscht, um fruchtbar zu werden. Was sah der Naturmensch in diesem Symbol? Für ihn war die Gerte, die ... Weiterlesen ... ...

| 1908


Wir wenden uns zu dem andern uralten erotischen Brauch, zu dem Einholen des Maibaumes. Er wird bereits in Urkunden des XIII. Jhdts. als alt und traditionell bezeichnet. An bestimmten Tagen, am ersten Mai (Walpurgistag) oder zu Himmelfahrt, auch zu Pfingsten, besonders zu Johanni wurde ein festlich geschmückter, oft mit menschlichen Kleidern behangener Maibaum (Birke, Fichte ... Weiterlesen ... ...

| 1908