Liederlexikon: Kegel

| | 1850

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Max Kegel
Max Kegel

Max Kegel, 1850 – 1902, Redakteur der “Volksstimme” in Chemnitz : Zu Max Kegels Verdiensten zählt die stetige Sammlung und Edition operativer Gedichte seiner Zeit, so die “Sozialdemokratischen Liederbücher“, die bis 1914 in vielen Auflagen erschienen. Eingeleitet durch die erstmals 1878 in Chemnitz verlegten “Freien Lieder”. Zugleich zählen humoristisch-satirische Zeitungsbeilagen von “Nußknacker”, “Chemnitzer Raketen” bis zu “Der wahre Jakob”, die auf Gründungsimpulsen Kegels basierten oder durch seine langjährige Arbeit erblühten. Sein Lustspiel “Die Tochter des Staatsanwalts” fußte ebenso auf Chemnitzer Erlebnissen und Erfahrungen wie das “Lied der Gefangenen von Chemnitz” (“Hoch auf dem Kaßberg sitzen wir”).



"Kegel" im Archiv:

Wir bringen mit Gesang und Tanz (Erntelied)

Wir bringen mit Gesang und Tanz Dir diesen blanken Ährenkranz Wir Bräutigam und Braut Die Fiedel und Hoboe schallt Die Klocken gehn! Und Jung und Alt springt hoch, und jauchzet laut Die Freyheit schenkt uns solchen Mut Die Dirn´ ist frisch wie Milch und Blut, Gerad’ und schlank wie Rohr! Ihr Schnitter prahlt mit ihrem Strauß Und sieht so braun

Marseillaise

Auf die 1792 komponierte Nationalhymne Frankreichs, die Marseillaise, gibt es zahlreiche Nachdichtungen und Parodien:  Dazu gehören zahlreiche Lieder der Arbeiterbewegung aber auch ein Kriegslied aus dem Ersten Weltkrieg. Als deutsche Marseillaise schrieb Ludwig Schanz 1848 ein Loblied auf den Führer der badischen Revolution “Friedrich Hecker”: Wir wollen nichts vom Frieden hören /  Bis durchgekämpft der letzte Krieg / Wir lassen nimmer uns

Hört ihr Christen mit Verlangen (Faust)

Hört ihr Christen mit Verlangen nun was Neues ohne Graus, wie die eitle Welt thut prangen mit Johann dem Doktor Faust Zu Anhalt war er geboren, Er studiert’ mit allem Fleiß; In der Hoffart aulerzogen richtet sich nach alter Weis. Vierzigtausend Geister er zitierte mit Gewalt wohl aus der Höll doch es war nicht einer drunter der ihm recht könnt

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