Bremer Stadtmusikanten

Carl Heinrich Graun

Graun, Carl Heinrich

| 1701

Geboren am 7. Mai 1701 in Wahrenbrück, gestorben am 8. August 1759 in Berlin. Komponist und Tenor. Mit seinem Bruder Johann Gottlieb besuchte er zunächst die Dresdner Kreuzschule, wo er seinen ersten Unterricht in Gesang, Klavier- und Cellospiel erhielt. Im Jahre 1724 wurde er als Hofsänger nach Braunschweig berufen, wo er zugleich seine ersten Opern komponierte. Vor allem die 1733 entstandene Oper La Specchio della fedeltá beeindruckte den preußischen Kronprinzen Friedrich so sehr, dass er Graun zwei Jahre später eine Stelle als Komponist, Dirigent und Sänger seiner Rheinsberger Kapelle anbot.

Im Jahr seines Regierungsantritts wurde Graun, der inzwischen auch Musiklehrer Friedrichs II. geworden war, nach Italien geschickt, um den Librettisten Bottarelli sowie acht Sänger für Berlin zu gewinnen, unter ihnen Giovanna Gasparini, die bis 1774 am preussischen Hof bleiben sollte. Nach seiner Rückkehr Mitte 1741 dirigierte Graun im Stadtschloss seine erste für Berlin komponierte Oper Rodelinda, Regina di Langobardi unter Mitwirkung der aus Italien mitgebrachten Truppe. Nach dem Tode Grauns, dem die Berliner Hofkapelle ihren Ruf als eine der besten Europas verdankte, geriet sein Schaffen bald in Vergessenheit.

Anlässlich des 250. Jahrestages ihrer Einweihung wurde in der Staatsoper Unter den Linden mit großem Erfolg erneut Grauns Cleopatra und Caesar aufgeführt. Seither erfreuen sich die Werke des einst von Friedrich dem Großen hochgeschätzten Meisters wieder einer zunehmenden Beliebtheit.
(http://www.preussen.de/de/geschichte/1740_friedrich_ii./carl_heinrich_graun.html)

 

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