Bremer Stadtmusikanten

Georg Niege

| 1525

Georg Niege, 1525 – 1588, schrieb viele Kirchenlieder, wie das bekannte „Aus meines Herzens Grunde“ – In seinen Lebenserinnerungen beschreibt der Hauptmann Georg Niege (1525-1589) einen für sein weiteres Leben folgenreichen Entschluss: Er brach im Jahr 1545 sein Studium ab und ließ sich als Söldner anwerben. Er schildert dies als einen markanten Übergang in eine neue Lebensweise, die ihm das Aufgeben alter Gewohnheiten und das Annehmen neuer Verhaltensformen abverlangte. Sprachlich fasst Niege diesen Übergang so zusammen, dass er „der Lantzknechte Stand“ angenommen habe. Mit dem Begriff Stand zieht Niege hier also eine vertraute Kategorie zur Typisierung einer gesellschaftlichen Gruppe heran.

Was für diese Gruppe als standestypische Lebensweise anzusehen sei, führt Niege anschließend genauer – wiewohl aus distanzierender Haltung – aus, wenn er schreibt: „ein Lantzknecht worden; mich begeben zu ihnen in ein ruchlos Leben (…) Ich hab mit Schmertzen angesehn, was teglich fur Muthwil geschehen mit Fressen, Sauffen, Fluchn und Schweren“.
Quelle: http://info.ub.uni-potsdam.de/zsr/militaer/militaer9_1.pdf

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Georg Niege im Archiv:

Aus meines Herzens Grunde

Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank in dieser Morgenstunde dazu mein Leben lang O Gott, in deinem Thron dir zu Preis, Lob und Ehren durch Christum, unsern Herren dein´n eingebornen Sohn Daß du mich hast aus Gnaden In der vergangnen Nacht Vor G´fahr und allem Schaden Behütet und bewacht. Ich bitt‘ […]

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