Liederlexikon: Frau Holle

| 1970

Schriftliche Spuren der Frau Holle gibt es seit mindestens 1000 Jahren. Die früheste schriftliche Erwähnung findet sich in den Dekreten des Bischofs Burchard von Worms, die zwischen 1008 und 1012 verfasst worden waren. Vermutlich ist Frau Holle keine Spukgestalt, sondern die regionale Verkörperung einer uralten weiblichen Erdgottheit. ( Karl Kollmann: Frau Holle und das Meißnerland. Heiligenstadt 2005, S. 15 f.) der Jungsteinzeit (Heide Göttner-Abendroth). Der Holunder (auch: Holler) gilt als Pflanze, die besonders der Frau Holle geweiht ist. Möglicherweise stammt sogar sein Name von ihr. -> Muhme Mählen  (Wikipedia) Frau Holles (oder Freyas Tier) ist die Katze.

 




"Frau Holle" im Archiv:

Heile Heile Segen

„Heile, heile Segen“ ist ein sehr alter Trostreim für Kinder – mit und ohne Melodie. In „Deutsches Kinderlied und Kinderspiel“ von 1895 führt der Herausgeber Franz Magnus Böhme an: „Die scherzhaften Heilsprüche in [...]

Heile, heile Segen (1848)

Heile, heile Segen
Morgen gibt es Regen
übermorgen Schnee
tut´s Kindle nicht mehr weh

bei Simrock , 60

In „Deutsches Kinderlied und Kinderspiel“ von 1895 führt der Herausgeber Franz Magnus Böhme an: „Die scherzhaften Heilsprüche in [...]

Ringelreihen

Ringeltanz, Ringelreihen, Ringelspiel: Der in endlosen Varianten gesungene, in Deutschland, Holland und Dänemark gekannte „Ringelreigen mit der Kette“ war, wie Mannhardt und Rochholz nachgewiesen, ursprünglich zur Heidenzeit ein Chorreigen, der bei Frühlingsanfang [...]


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