Bremer Stadtmusikanten

Ich weiß ein Fräulein hübsch und fein

Liebeslieder | , | | 1596 |

Ich weiß ein Fräulein hübsch und fein
wollt Gott ich sollt heint bei ihr sein
sollt freundlich mit ihr scherzen
in Zucht und Ehr,
Begehr nicht mehr
denn ich sie lieb von Herzen

Ihr Mündlein roth, ihr Brüstlein weiß
ihr Leib geziert mit ganzem Fleiß
nichts ist an ihr vergessen
ihr adlich Gmüth
macht daß ich wüth
und kann ihr nicht vergessen

O edler Schatz, mein höchster Hort
tröst mich mit einem freundlichn Wort
so wird mein Herz erquicket
thust du das nicht
für wahr sag ich
mein Herz in Leid ersticket

Tröst mich, tröst mich, o edler Schatz
gib mir zu letzt ein lieblich Schmatz
obs gleich thut manchem Zoren
denk du an mich
wie ich an Dich
Ich hab dich auserkoren

(thut Zoren = ist ärgerlich)

Neue Teutsche weltliche Canzonette, Valentin Haußmann , Nürnberg 1596, Nr. VII
nach Hoffmann von Fallersleben , die deutschen Gesellschaftslieder , 1843

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Empfehlung: Liebeslieder-Album

Liebeslieder

Preis der deutschen Schallplattenkritik für das Liebeslieder Album der Grenzgänger! Von Heines „Loreley“ über „Es waren zwei Königskinder“ bis zu einer an Elvis Presleys „Fever“ erinnernden Version von „Wenn alle Brunnen fliessen“. Am Ende dann Schillers „Ode an die Freude“ und ein Hochzeitstanz, der Mendelssohn-Bartholdy und Wagner vereint!. Ein außergewöhnliches Album mit aufwändig gestaltetem, 40-seitigen Booklet mit allen Texten und Hintergründen zu den Liedern.