Bremer Stadtmusikanten

Herz und Herz vereint zusammen

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Herz und Herz vereint zusammen
sucht in Gottes Herzen Ruh
Lasset eure Liebesflammen lodern
auf den Heiland zu
Er das Haupt, wir Seine Glieder
Er das Licht und wir der Schein
Er der Meister, wir die Brüder
Er ist unser, wir sind Sein

Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder
und erneuert euren Bund
schwöret unserm Überwinder
Lieb und Treu aus Herzensgrund!
Und wenn eurer Liebeskette
Festigkeit und Stärke fehlt
o so flehet um die Wette
bis sie Jesus wieder stählt

Legt es unter euch, ihr Glieder
auf so treues Lieben an
daß ein jeder für die Brüder
auch das Leben lassen kann
So hat uns der Freund geliebet
so vergoß Er dort sein Blut
denkt doch, wie es Ihn betrübet
wenn ihr euch selbst Eintrag tut

Halleluja, welche Höhen
welche Tiefen reicher Gnad
daß wir dem ins Herze sehen
der uns so geliebet hat
daß der Vater aller Geister
der der Wunder Abgrund ist,
daß Du, unsichtbarer Meister
uns so fühlbar nahe bist

Ach Du holder Freund, vereine
Deine Dir geweihte Schar,
daß sie es so herzlich meine
wie´s Dein letzter Wille war
Ja verbinde in der Wahrheit
die Du selbst im Wesen bist
alles, was von Deiner Klarheit
in der Tat erleuchtet ist

Liebe, hast Du es geboten
daß man Liebe üben soll
O so mache doch die toten
trägen Geister lebensvoll
Zünde an die Liebesflammen
daß ein jeder sehen kann:
Wir als die von einem Stamme
stehen auch für einen Mann

Laß uns so vereinigt werden
wie Du mit dem Vater bist,
bis schon hier auf dieser Erde
kein getrenntes Glied mehr ist.
Und allein von Deinem Brennen
nehme unser Licht den Schein;
also wird die Welt erkennen
daß wir Deine Jünger seien

Text: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf (1725), weitere Strophen Christian Gregor 1778
Melodie: Herrnhaag (ca. 1735)


Liederthema: Geistliche Lieder
Liederzeit: (1735)
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