Schön ists unter freiem Himmel

Schön ist´s unter freiem Himmel stürzen in das Schlachtgetümmel wo die Kriegstrompete schallt wo die Rosse wiehernd jagen wo die Trommeln wirbelnd schlagen wo das Blut der Helden wallt Schön ist´s wenn der alte Streiter in der Feldschlacht stolz und heiter unsre Brust mit Mut erfüllt wenn aus donnerndem Geschütze furchtbar wie des Himmels Blitze Tod dem Feidn entgegenbrüllt Schön,

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Auf kommt in die Felder (Der blühende Flachs)

Auf, kommt in die Felder und blühenden Au´n Das liebliche Pflänzchen der Mädchen zu schaun Es wächset und es grünet so freundlich und zart jungfräulich-bescheiden in eigener Art Laut rauschet vom Golde der Ähren das Land Still grünet das Pflänzchen in schlichtem Gewand Doch trägt es ein Krönlein von himmlischen Blau Des Krönleins Gestein ist der funkelnde Tau Erst barg

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Meine kleine Gartenlaube

Meine kleine Gartenlaube ist mein größtes Heiligtum; einst schuf eine holde Taube mir sie zum Elysium. Als der kühle Zephyr spielte und der volle Silbermond durch die dichten Zweige schielte, die die Nachtigall bewohnt Saß mein Mädchen stumm und traurig bei mir auf einer Rasenbank; alles war sonst still und schaurig, und kein munt’rer Vogel sang. Sieh, da küsste eine

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In des Waldes düstern Gründen

In des Waldes düstern Gründen in den Höhlen tief versteckt ruht der allerkühnste Räuber bis ihn seine Rosa weckt. “Rinaldini”, ruf sie schmeichelnd “Rinaldini, wache auf! Deine Leute sind schon munter längst schon ging die Sonne auf.” Und er öffnet seine Augen lächelt ihr den Morgengruß sie sinkt sanft in seine Arme und erwidert seinen Kuss. Draußen bellen laut die Hunde

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Sterben ist ein schwere Buß

Sterben ist ein schwere Buß, Weiß wohl, daß ich sterben muß. Und ein Röslein rosenrot Pflanzt mein Schatz nach meinem Tod. Auf den Kirchhof wollt ich gehn tät  das Grab schon offen stehn und das Grab war schon gebaut hab es traurig angeschaut War wohl sieben Klafter tief drinnen lag ich schon und schlief als die Glock hat ausgebraust gingen unsere Freund

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Zu Bacharach am Rhein (Die Lore Lay)

Zu Bacharach am Rheine Wohnt´ eine Zauberin, Sie war so schön und feine Und riß viel Herzen hin. Und brachte viel’ zu Schanden Der Männer ringsumher, Aus ihren Liebesbanden War keine Rettung mehr. Der Bischof ließ sie laden Vor geistliche Gewalt – Und mußte sie begnaden, So schön war ihr’ Gestalt- Er sprach zu ihr gerühret: Du arme Lore Lay!

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Die Welt ist nichts als ein Orchester

Die Welt ist nichts als ein Orchester Wir sind die Instrumente drin Die Harmonie ist uns Schwester Sie gibt uns wahren Menschensinn Die großen Herren dirigieren Und geben obendrein den Takt Wir armen Teufel musizieren Oft weniger oft mehr exakt Andante heißt das rechte Tempo Allegro muß bei Reichen seyn Die Großen spielen Maestoso Wir sistulieren hinten drein Doch mancher

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