Sohn, da hast du meinen Speer! meinem Arm wird er zu schwer. Nimm den Schild und dies Geschoss! Tummle du hinfort mein Ross! Siehe, dies nun weisse Haar deckt der Helm schon fünfzig Jahr‘; Jedes Jahr hat eine Schlacht Schwert und Streitaxt stumpf gemacht. Herzog Rudolf hat dies Schwert Axt und Kolbe mir verehrt; denn ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1774


Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus, ade! Feinsliebchen das schaute zum Fenster hinaus, ade! Und wenn es denn soll geschieden sein so reich mir dein goldenes Ringelein! Ade, ade, ade! ja Scheiden und Meiden tut weh! Und der uns scheidet, das ist der Tod, ade! Er scheidet so manches Mündlein rot, ade! Er scheidet ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774


Es war ein König in Thule gar treu bis an das Grab Dem sterbend seine Buhle einen goldenen Becher gab. Es ging ihm nichts darüber, er leert ihn jeden Schmaus Die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus. Und als er kam zu sterben, zählt er seine Städte im Reich Gönnt alles seinen ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774


Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke, Vor dir beugt die Erde sich Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in sel’ger Ruh‘: Heilig, ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774


Mit Eichenlaub den Hut bekränzt! Wohlauf! und trinkt den Wein, Der duftend uns entgegenglänzt! Ihn sandte Vater Rhein! Ist einem noch die Knechtschaft wert Und zittert ihm die Hand, Zu heben Kolbe, Lanz und Schwert, Wenn´s gilt fürs Vaterland Weg, feiler Bastard, weg von hier! Nicht deutsch, ein halber Franz! Dem fremden Zwingherrn frön als ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774


Der Holdseligen sonder Wank sing ich fröhlichen Minnesang, denn die Reine, die ich meine winkt mir lieblichen Habe dank Gleich der sonnigen Veilchenau glänzt der Wonnigen Augenblau. Frisch und ründchen blüht ihr Mündchen gleich der knospenden Ros im Tau. Ach, bin inniglich minnewund ! gar zu minniglich dankt ihr Mund ! lacht so grüsslich, lockt ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774


Auf dem Berge dort oben, da wehet der Wind Da sitzet Mariechen und wieget ihr Kind. Sie wiegt es mit ihrer schneeweißen Hand, Den Blick in die Ferne hinaus gewandt In die Ferne hinüber schweift all ihr Sinn; Ihr Lieber, ihr Treuer, der ging dahin! Sonst ging er, sonst kam er; nun kommt er nicht ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1774


Wer sagt mir an, wo Weinsberg liegt? Soll sein ein wackres Städtchen, Soll haben, fromm und klug gewiegt, Viel Weiberchen und Mädchen. Kömmt mir einmal das Freien ein, So werd ich eins aus Weinsberg frein. Einsmals der Kaiser Konrad war Dem guten Städtlein böse, Und rückt‘ heran mit Kriegesschar Und Reisigengetöse, Umlagert‘ es, mit Roß ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
| 1774


Lenore fuhr ums Morgenrot Empor aus schweren Träumen: „Bist untreu, Wilhelm, oder tot? Wie lange willst du säumen?“ – Er war mit König Friedrichs Macht Gezogen in die Prager Schlacht Und hatte nicht geschrieben, Ob er gesund geblieben. Der König und die Kaiserin, Des langen Haders müde, Erweichten ihren harten Sinn Und machten endlich Friede; ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1774