Kriegserziehung im Kaiserreich

Lieder und Texte über Kriegserziehung im Kaiserreich im Vorfeld des Ersten und Zweiten Weltkriegs.


mp3 anhören CD buch

50. Geburtstag des Kaisers (1909)

Altes Gymnasium Bremen Zum 50. Geburtstag des Kaisers 1909 – Kaisers Geburtstag – wurde im Alten Gymnasium Bremen der Torgauer Marsch von einem Schülerorchster vorgetragen. Gefolgt von “Heil dir im Siegerkranz”, “Wer weiß wo” von Liliencron , “Als die Preußen marschierten vor Prag” und der “Hohenfriedberger Marsch”

Liederzeit: | | 1909


Allerhöchste Ordre für Schulpolitik (1890)

Berlin, den 18. Oktober 1890 Seine Majestät der König haben am 1. Mai 1889 nachstehende Allerhöchste Ordre an das Staatsministerium zu erlassen geruht: Schon längere Zeit hat Mich der Gedanke beschäftigt, die Schule in ihren einzelnen Abstufungen nutzbar zu machen, um der Ausbreitung sozialistischer und kommunistischer Ideen entgegenzuwirken. In erster Linie wird die Schule durch Pflege der Gottesfurcht und der

Liederzeit: | 1889


Als die Trommel klang Tal und Feld entlang

Als die Trommel klang Tal und Feld entlang auf zum Rhein, zum deutschen Rhein Vorwärts nach Paris! Der Trompeter blies ach, da war ich noch zu klein Konnt´ die Büchse noch nicht tragen konnt´ die Feinde noch nicht schlagen doch wo Deutschland schritt und stritt zog mein Herz stets fröhlich mit Wenn die Botschaft kam von dem Siegesplan Deutschlands Fahne

Liederzeit: | 1926


An die deutschen Kinder (1891)

Ermahnung für den kleinen Patrioten Auf, deutscher Knabe, frisch und frei Kind einer großen Zeit sei gottesfürchtig, schlicht und treu allzeit zur Tat bereit Von Ost und West droht Feind auf Feind nimm früh den Speer zur Hand wo Kraft und Tugend sich vereint ist sicher Thron und Land Des Erbes deiner Väter wert mach deutschem Namen Ehr “Ein Schirm

Liederzeit: | 1891


Anweisung für Schulfeiern Kaiserreich (1888)

Patriotische Fest- und Gedenktage in Schulen Lüneburg, den 22. Januar 1888 Wir haben mehrfach die Erfahrung gemacht, daß. trotz des Konsistorial-Ausschreibens vom 11. April 1885 die patriotischen Fest- und Gedenktage zum Teil überhaupt noch nicht, teils nicht in einer der Wichtigkeit des Gegenstandes entsprechenden Weise.gefeiert werden, und sehen uns daher zu folgender Verfügung veranlaßt:  Als patriotische Gedenktage sind in sämtlichen

Liederzeit: | | 1888


Auf auf ihr munteren Kameraden

(Alle:) Auf auf ihr munteren Kameraden mit Wehr und Waffen, groß und klein Wir spielen wiederum Soldaten doch sagt, wer soll der Hauptmann sein (Hauptmann:) Mich nehmt zu eurem Hauptmann an doch folgt mir treulich Mann für Mann (Alle:) Dich nehmen wir zum Hauptmann an wir folgen treulich Mann für Mann (Alle:) Trompeter auf, zur Schlacht geblasen schon wirbelt laut der Trommel Ton

| | 1914


Auf denn zum heiligen Krieg (1916)

Auf denn zum heiligen Krieg Frisch auf zum Kampf und Sieg mit uns ist Gott Von hoher Glut entbrannt hin zu dem rhein´schen Strand auf, auf für das Vaterland Sieg oder Tod! Wo unsere Fahne weht fest auch der Deutsche steht Heil´ges Panier! Wem es zu Herzen quillt wen es so ganz erfüllt daß es das Höchste gilt weich nicht

Liederzeit: | 1914


Aufruf zur Gründung von Kriegsschulmuseen (1915)

Jede Schule in Stadt und Land gründe sich jetzt ein Schulmuseum für Kriegserinnerungen Zweck: Das heimatliche Schulmuseum für Kriegserinnerungen soll die Jugend anschaulich und dauernd darüber belehren, was in unserer großen Zeit Vaterland und Heimat, einig und stark, durchlebten und erreichten, und was hierbei die Einwohner der Gemeinde, im Felde oder daheim, geleistet haben Einrichtung Während des Krieges durch Vorarbeit: Materialsammlung

Liederzeit: | , | 1915


Aus einer Schulfibel (1908)

Kaiser Wilhelm und seine Gemahlin Unser Kaiser heißt Wilhelm. Er wohnt in Berlin. Er sorgt für alle seinen Untertanen wie ein Vater für seine Kinder. Wir alle lieben unsern Kaiser. Seinen Geburtstag feiern wir im Januar. Dann beten wir für den Kaiser und hören aufmerksam, was uns von ihm erzählt wird. Zum Schluss singen wir: “Hurra! Heut ist ein froher

Liederzeit: | 1908


Besonders schöne deutsche Innigkeit (1915)

Beitrag aus der “Allgemeinen Musikzeitung”, 1915: “Friedlaender wies darauf hin, daß die Gefahr, die dem Soldatenliede durch die Einbürgerung des Gesangspossen-Schundes gedroht hatte, wie mit einem Schlage verschwunden sei. Kein Possencouplet wird mehr gesungen. Und im Gegensatz zu unsern Feinden steht in den Liedern unserer Krieger nichts Ruhmrediges, nichts von Haß, Verachtung und Geringschätzung des Feindes. Was wird besungen? Der Abschied, die Heimat, der

Liederzeit: | 1915



Mehr zu Kriegserziehung im Kaiserreich im Archiv:

Kriegserziehung im Kaiserreich

Kriegserziehung im Kaiserreich: Studien zur politischen Funktion von Schule und Schulmusik 1890-1918. Das zweibändige Buch von Heinz Lemmermann erschien 1984 im ERES-Verlag in Lilienthal. Die sorgfältig zusammgestellte Dokumentation zeigt deutlich, wie unsere Väter bereits in der Schulzeit für den Krieg erzogen wurden. Ohne diese kriegsverherrlichende “Pädagogik” wären die beiden Weltkriege schwer möglich gewesen. Hierzu gibt es einen Themenschwerpunkt im Volksliederarchiv: “Kriegserziehung im Deutschen Kaiserreich“

Stimmt an mit hellem hohen Klang

Der Text von “Stimmt an mit hellem hohen Klang” entstand nach einem längeren Neujahrsgedicht, mit dem Matthias Claudius den Jahrgang 1773 des Hamburg-Wandsbecker Boten eröffnete und das mit den Worten beginnt: “Es war erst frühe Dämmerung”. Der Text wurde dann erneut abgedruckt im Göttinger Musenalmanach für 1774. Die Umgestaltung des Textes ist vermutlich von Methfessel. Musik: Die Melodie stammt von

Ich hatt einen Kameraden

“Ich hatt einen Kameraden” ist ein Soldatenlied, das seit den Befreiungskriegen gegen Frankreich 1813-1815 viel gesungen und nachgedichtet wurde. Im deutsch-französischen Krieg 1870/71, im Ersten Weltkrieg (1914-1918)  und in der deutschen Wehrmacht während der NS-Zeit wurde es – auch als Propagandalied – in vielen Liederbüchern gedruckt und auch auf Liedpostkarten verbreitet. Der Text stammt von Ludwig Uhland, der Original-Titel von

Meistgelesen in: Kriegserziehung im Kaiserreich