Volkssagen Märchen und Legenden (1811) von A - Z

75 Lieder - Volkssagen Märchen und Legenden (1811)

Unterteilt in: Schlesische Sagen und Mährchen / 2. Sagen und Mährchen aus Böhmen, Mähren, Ungarn und Oesterreich


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Burg Greifenstein

Schon in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts waren die Herren von Greifenstein wegen ihrer Reichtümer und Macht berühmt. Einer dieser ältesten Bewohner der Burg war Reinhard, ein Ritter von rauher Gemütsart. Seine frühzeitig sterbende Gemahlin hinterließ ihm eine Tochter Etelina, die sie, vor ihrem Hinscheiden, dem alten Schloßkaplan empfahl. Ein holdes Äußere schmückte den Körper des jungen Fräuleins, der

Allgemein | | 1050


Caliogus Herr von Falkenstein

Caliogus, Herr von Falkenstein Reit’t in seinen Wald allein Begegnet ihm eine junge Maid Gar kühnlich sie zu ihm sait (sagt) »Seid ihr der Herr von Falkenstein Und dieses Orts ein Herre? So gebt mir euren Gefangnen heraus Der allen Jungfrauen ein Ehre.« Da sprach Caliogus von Falkenstein “Das kann ich fürwahr nicht tun Zu Falkenstein unter den Mauern Da

Allgemein | Liederzeit: | | 1210


Das Bild des Bären und der Jungfrau auf dem Zobtenberge

Einst wohnten in sehr frühen Zeiten, als noch eine Burg auf dem Zobtenberge stand, eine Fürstin dort, die einen zahm gemachten Bären zu ihrem Zeitvertreib unterhielt und ganz frei umher gehen ließ. Dieser Bär ward einst krank und man riet der Fürstin, ihm einen Hecht zu essen zu geben, dann würde er wieder gesunden. Die Fürstin, welche mit ihrem armen

Allgemein | | 1812


Das Bild des Mönchs und Wolfs an dem Fuß des Zobten

Ein Mönch aus dem Kloster des Berges wollte im tiefsten Winter in Berufssachen nach dem Dorfe Groß-Mohnan gehen, ward aber in der damals noch ganz mit Wald bedeckten Gegend, am Fuße des Berges, von einem hungrigen Wolfe angegriffen. Nichts hatte er zu seiner Verteidigung bei sich, als ein Federmesser, und mit diesem begann der Kampf zwischen Hunger und Verzweiflung. Das

Allgemein | | 1812


Das Innere des Zobtenberges: Schatz im Berg

Es war einmal ein Mann, der ist einmal im Berge herum gekrochen und hat Vogelnester gesucht. Wie er nun in eine wilde, wüste Steinrücke kommt, so sieht er eine Höhle mit einer offen stehenden Türe, eine große, zwar nicht ganz finstere, doch weit hinein gehende, furchtsame Höhle. Da fing er sich an zu fürchten und blieb stehen, sah sich ganz

Allgemein | | | 1300


Das Roß des Horymirz (Gold und Silber gegen Brot)

Etliche aus dem Volke kamen 846 zu dem Herzoge Krzesomysl und hielten ihm den großen Mangel des Brotes vor, welcher in diesem Lande von nirgends anders, als von den Bergleuten, die den Ackerbau verlassen, herkomme. Sie baten den Herzog, er wolle alle Bergleute von dieser Arbeit, und besonders um Przibram, die Eule, Pisak und Schittenhof, abzustehen befehlen. Der Herzog hörte

Allgemein | | 0846


Das stille Volk (Hoya)

Es ist einmal einem Grafen von Hoya ein kleines Männlein in der Nacht erschienen, und wie sich der Graf entsetzet, hat es zu ihm gesagt: er sollte sich nicht entsetzen; denn er hätte ein Wort an ihm zu werben, er möchte ihm das nicht abschlagen. Darauf der Graf geantwortet: wenn es zu tun möglich wäre und ihm und den Seinen

Allgemein | | , , | 1812


Das verborgene Schloß im Walde

Herzog Ulrich machte sich 1009 zu Sommerszeiten auf und ritt in weite Wälder auf die Jagd; denn er dieser Kurzweile mit Fleiß nachhing. Und einer aus seinen Wladyken führte ihn auf sein Schloß, genannt Drschtka, von dannen sie gar oft mit einander auf die Jagd zu reiten pflegten. Nun begab es sich eines Tages, daß der Herzog einem Wilde nachjagete,

Allgemein | | 1009


Das Wunderblut zu Belitz (Pogrom)

Schilderung eines Pogroms an der jüdischen Bevölkerung im Wendland um 1245. Pogrome an der jüdischen Bevölkerung wegen der “Marterung von Hostien”. Sogenannte “Hostienschändung” gab es vor der Reformation vielfach. So z. B. 1492 in Mecklenburg “Im tausend zweihundert und sieben und vierzigsten ward das Wunderblut zu Belitz gefunden und auch in selbigem Jahre heilig bestätiget. Etliche Juden hatten mit einer

Allgemein | | , , | 1247


Das Wunderblut zu Wilsnack in der Priegnitz

Im tausend dreihundert und drei und achtzigsten Jahre nach Christi Geburt ist die große Wallfahrt zur Wilsnack in der Priegnitz, unter dem Bischof zu Havelberg, angegangen, wegen der blutigen Hostien, so nach Abbrennung der Kirche daselbst, am 24. August daselbst gefunden worden. Denn als auf gedachte Zeit ein Priegnitz’scher Edelmann, mit Namen Heinrich von Bülow, das Dorf Wilsnack, wie auch

Allgemein | | 1383