Liederlexikon: Josef Winter

| 1857

Josef Winter wurde in Wien am 2. Februar 1857 geboren, wo er am  6. Juli 1916 auch starb.  Zunächst studierte Josef Winter Medizin an der Universität Wien, wo er 1881 zum Doktor der Medizin wurde.Er betätigte sich neben seiner Arbeit als Arzt auch als Schriftsteller (Pseudonym: Reinhold Fuchs) und Sammler von Puppenspielen. Er verkehrte im Umfeld des Schriftstellers Richard Kralik (1877–1919: Ritter von Meyrswalden; 1852–1934) und schloss sich der 1881 daraus entstandenen Sagensammlergesellschaft an, welche eine Erneuerung des Lebens aus dem Geist der germanischen und griechischen Mythologie anstrebte. 1901 heiratete Winter, ein engagierter Anhänger der Musik von Richard Wagner (1813–1883), die Komponistin und Schriftstellerin Josefine Auspitz (1873–1943), die im Holocaust ermordet wurde. Als Stabsarzt wurde er 1914 in den Adelsstand erhoben.



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Josef Winter im Archiv:

Alte teutsche Volkslieder in der Mundart des Kuhländchens

Alte teutsche Volkslieder in der Mundart des Kuhländchens , erschien 1817 , herausgegeben von Josef George Meinert . Wien und Hamburg 1817 . „Während meines zweijährigen Aufenthaltes in dem Kuhländchen , von dem der Anhang sagt,  lernte ich einen Geist kennen , den die dortigen Landleute Fyelgie nennen und der zuweilen erscheint , um ihnen die langen Winterabende zu erheitern.

Letzte Hose die mich schmückte

Letzte Hose, die mich schmückte fahre wohl! dein Amt ist aus. Auch, auch dich, die mich entzückte schleppt ein andrer nun nach Haus. Selten hat an solchen Paares Anblick sich ein Aug´ erquickt. Feinster Winterbucksin war es grosskarriert und nie geflickt! Mit Gesang und vollen Flaschen grüsst‘ ich einst in dir die Welt; zum Hausschlüssel in der Tasche klang noch

Anheben lasst uns all zusammen

Anheben lasst uns all zusamm´ ein Lied von starkem Klange in Österreich den deutschen Stamm lasst preisen uns mit Sange die auf die Ostmark einst gestellt dem Feind den Weg zu weisen Sie stehen heute noch im Feld und halten blank ihr Eisen Und gilt´s auch nicht den Hunnenschwall mit Schild und Schwert zu stauen aus deutschen Leibern einen Wall

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