Liederlexikon: Stuntz

| 1970

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Joseph Hartmann Stuntz wurde am 23. Juli 1793 in Arlesheim bei Basel geboren; er starb am 18. Juni 1859 in München. Stuntz kam 1808 zur Münchner Hofkapelle , vervollständigte seine musikalische Ausbildung u.a. von 1813 bis 1816 bei Antonio Salieri in Wien . Von 1816 bis 1818 war er Kapellmeister der italienischen Oper in München, 1824 wurde er Hofoperndirektor und 1825 erster Hofkapellmeister. Er komponierte Opern, zahlreiche Lieder und Chöre, besonders aber kirchliche Werke und Festmusiken zu den verschiedensten feierlichen Anlässen des Hofes. Seine Opern hatten eher mäßigen Erfolg.


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Singe wem Gesang gegeben

“Singe wem Gesang gegeben” – diesen Spruch hört man heute noch ab und zu. Ludwig Uhland schrieb des Text des Liedes um 1813, es gibt einige Vertonungen dazu, so von Felix Mendelssohn-Bartholdy , Christian Schulz , Friedrich Schneider und Josef Hartmann Stuntz. Es gibt auch einige Nachdichtungen und Parodien, von denen insbesondere “Auf ihr Brüder laßt uns wallen” das Original an Popularität weit übertraf.

Singe wem Gesang gegeben

Singe, wem Gesang gegeben in dem deutschen Dichterwald Das ist Freude, das ist Leben wenn´s von allen Zweigen schallt Nicht an wenig stolze Namen ist die Liederkunst gebannt ausgestreuet ist der Samen über alles deutsche Land Deines vollen Herzens Triebe gib sie keck im Klange frei Säuselnd wandle deine Liebe Donnernd uns dein Zorn vorbeil Singst du nicht dein ganzes Leben Sing’ doch

Auf ihr Brüder laßt uns wallen

“Auf ihr Brüder lasst uns wallen” ist ein vielfach nachgedichtetes und parodiertes Lied nach einem Text von Dr. Heinrich Weißmann (1808-1890), den er 1838 auf eine Melodie von Josef Hartmann Stuntz  (1793-1859) von 1830 schrieb. Ursprünglich gehörte die Melodie zu dem Lied “Singe wem Gesang gegeben”