Liederlexikon: Liederbuch deutschnationaler Kaufmannsgehilfen

| | 1897

Liederbuch_Deutschnationale_KaufmannsgehilfenDas Liederbuch der deutschnationalen Kaufmannsgehilfen wurde herausgegeben vom Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband , erschienen bei Hanseatische Verlagsanstalt , Hamburg . Es erschien erstmals im November 1897 , das Vorwort zur ersten Auflage stammt von Wilhelm Schack, die 21. vermehrte Auflage vom Sommer 1927 enthält ein Vorwort von Hans Bechly .

Insgesamt enthält das Liederbuch die Texte von 206 Liedern. Diese sind unterteilt in die Abschnitte „Vaterlands- und Festgesänge“, „Verbandslieder“, „Heimat, Jugend und Wandern“, „Von der Liebe Freuden und Leiden“, „Soldatenlieder“, „Heimatklänge aus deutschen Gauen“, „Trink- und Scherzlieder“ und „Noch Manches aus Natur und Leben“

Der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband (DHV) für Angestellte und Handwerker gründete sich 1893 als  völkisch-antisemitische Gewerkschaft, die bis 1933 bestand. Der DHV  gewann rasch Einfluss auch unter evangelischen Jugendverbänden. Dort sah man Antisemitismus als einzige weltanschauliche Alternative zu Liberalismus und Sozialismus. Viele spätere Parteipolitiker gingen aus ihm hervor. 1905 war der DHV mit 75.000 Mitgliedern zur zahlenmäßig stärksten Angestelltengewerkschaft angewachsen, 1913 zählte er knapp 150.000 Mitglieder. (wikipedia)




"Liederbuch deutschnationaler Kaufmannsgehilfen" im Archiv:

Als ich ein Junggeselle war (Tod von Basel)

Als ich ein jung Geselle war,
nahm ich ein steinalt Weib;
ich hatt sie kaum drei Tage, Ti-Ta-Tage
da hat´s mich schon gereut.

Da ging ich auf den Kirchhof
und bat den lieben Tod:
Ach lieber Tod zu Basel, Bi-Ba-Basel
hol mir mein´ Alte fort!

Und als ich wieder nach Hause kam,
mein Alte war schon tot;

Alles schweige Jeder neige (Landesvater)

Alles schweige! Jeder neige
ernsten Tönen nun sein Ohr!
Hört, ich sing´ das Lied der Lieder
hört es, meine deutschen Brüder,
hall es wider, froher Chor!

Deutschlands Söhne, laut ertöne
euer Vaterlandsgesang!
Vaterland, Du Land des Ruhmes
weih‘ zu Deines Heiligtumes
Hütern uns auf Lebenslang

Hab und Leben dir zu geben
sind wir allesamt bereit;
sterben gern [...]

Ein Schlosser hat einen Gesellen gehabt

An Schlosser hot an G´sellen g´hot,
der hot gor langsam g´feilt.
doch wenn´s zum Fresse ´gangen ischt,
do hot er grausam g´eilt.
Der erschte in der Schüssel drin,
der letzt a wieder draus.
Do ischt koa Mensch so fleißig g´west
Als er im ganza Haus.

G´sell, hot amol der Meister gsagt,
hör, dös begreif i net.


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