Pick (Gustav) von A - Z ..

Ich hab an alten Daimler die Kraxn steht am Grabn. A so a Taxi-Auto werdn s' no net gsehgn no habm. Die Ledersitz san z’rissn die Federn stehn in d’ Höh, Am Vurdern kannst net sitzn am Hintern tuats da weh. Und kummt amal a Fahrgast dann haßt’s glei: „Brüaderl, tauch an! Der kurbelt gleich am Nudelbrett Sunst geht der alte Krempel net! Dann fangt er an zum stinkn und fahrt a Stückerl raus. Doch bei da nächsten Steigung schon geht eam da Adam aus. Die Zündung streikt, des Radl steht und nur der Taxameter geht. Des Wagerl, des is halt an echts Weanakind des will seine Ruah des geht net so gschwind. Und wer hat ka Klangeld zum Rausgeben mehr des is halt der Weaner Chauffeur I war beim altn Wurzner als Bua in der Garasch, drei Watschn in da Wochn des war mei Mindestgasch. I hab eam putzt die Radln und gwaschn das Schassis, da ham mir uns gefunden die Dschosefin und i. Sie war die jüngste Tochter vom Greissler visavis. Bei ihr warn halt die Laberln groß und ah die Schinken, tadellos. Und amal an an Sonntag der Wurzner war net z’haus, ham mir an klanan Ausflug gmacht ins Liebhartstal hinaus. Doch dann war’s aus mi'n Liebesglück denn mir is platzt die Pneumatik. Des Madl, des war halt a echts Weanakind, bein Na-Sagn war’s z'langsam bein Bussln war’s gschwind. Und mir war’n halt jung und des war des Malheur. Jetzt hat sie – an klanan Chauffeur. Und gibt einmal der Herrgott vom Himmel das Signal Hör zu, jetzt fahrn mer raufi in den geliebten Saal .... Nehmts nur mein'n alten Daimler und legts mi oben drauf .... Geschwindigkeit .... die halbe Ewigkeit .... alten Pfosten .... ich brauch doch keinen Kühler mehr im Krematorium Text: Fritz Löhner-Beda Musik Gustav Pick (von der Schellack-Platte abgehört)

Ich hab an alten Daimler
die Kraxn steht am Grabn.
A so a Taxi-Auto werdn s‘
no net gsehgn no habm.
Die Ledersitz san z’rissn

Couplet | Parodien | Liederzeit: | 1929