Peters (Peter Johann) von A - Z ..

Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen der in dem Schoß der Reben liegt Wo in den Bergen ruht das Eisen da hat die Mutter mich gewiegt. Hoch auf dem Fels die Tannen steh´n im grünen Tal die Herden geh´n als Wächter an des Hofes Saum reckt sich empor der Eichenbaum. Da ist´s wo meine Wiege stand O grüß dich Gott, Westfalenland! Wir haben keine süßen Reben und schöner Worte Überfluß und haben nicht sobald für jeden den Brudergruß und Bruderkuß. Wenn du uns willst willkommen sein, so schau auf's Herz, nicht auf den Schein und sieh' uns grad hinein ins Aug! gradaus, das ist Westfalenbrauch Es fragen nichts von Spiel und Tand Die Männer im Westfalenland. Und uns're Frauen, uns're Mädchen mit Augen blau wie Himmelsgrund Sie spinnen nicht die Liebespfädchen zum Scherz nur für die müß'ge Stund. Ein frommer Engel hält die Wacht in ihrer Seele Tag und Nacht und treu in Wonne, treu im Schmerz bleibt bis zum Tod ein liebes Herz Glückselig, wessen Arm umspannt, Ein Liebchen aus Westfalenland! Behüt dich Gott, du rote Erde, du Land von Wittekind und Teut! Bis ich zu Staub und Asche werde mein Herz sich seiner Heimat freut. Du Land Westfalen, Land der Mark wie deine Eichestämme stark dich segnet noch der blasse Mund im Sterben, in der letzten Stund! Du Land wo meine Wiege stand O grüß dich Gott, Westfalenland.

Text: Emil Ritterhaus -  1868 (1834-1897) Musik: Peter Johann Peters 1868/69
in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) -- Neues Liederbuch für Artilleristen (1893) -- Großes Volks-Liederbuch (ca. 1900) --  Sport-Liederbuch (1921) -- Liederbuch des jungdeutschen Ordens (ca. 1921) -- Bergmännisches Liederbuch (1956) -- (Vergleiche auch das Odenwaldlied , das zeitlich nach dem Westfalenlied gedichtet wurde.)

Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen
der in dem Schoß der Reben liegt
Wo in den Bergen ruht das Eisen
da hat die Mutter [...] ...

Heimatlieder | Liederzeit: | 1868