Berner (W.) von A - Z ..

Mit Hörnerschall und Lustgesang Als ging es froh zur Jagd So ziehn wir Jäger wohlgemut wenn´s not dem Vaterlande tut hinaus in´s Feld der Schlacht Gewöhnt sind wir von Jugend auf an Feld- und Waldbeschwer. Wir klimmen Berg und Fels empor Und waten tief durch Sumpf und Moor, Durch Schilf und Dorn einher. Nicht Sturm und Regen achten wir Nicht Hagel, Reif und Schnee. In Hitz´und Frost, bei Tag und Nacht Sind wir bereit zu Marsch und Wacht Als gält´ es Hirsch und Reh. Wir brauchen nicht zu unserm Mahl Erst Pfanne, Topf und Rost. Im Hungersfall ein Bissen Brot Ein Labeschluck in Durstesnot Genügen uns zur Kost. Wo wackre Jäger Helfer sind, Da ist es wohlbestellt. Denn Kunst erhöht uns Kraft und Mut Wir zielen scharf, wir treffen gut Und was wir treffen, fällt Und färbet gleich auch unser Blut Das Feld des Krieges rot So wandelt Furcht uns doch nicht an Denn nimmer scheut ein braver Mann Für´s Vaterland den Tod Erliegt doch rechts, erliegt doch links So mancher tapfre Held Die Guten wandeln Hand in Hand Frohlockend in ein Lebensland Wo Niemand weiter fällt. Doch trifft denn stets des Feindes Blei? Verletzt denn stets sein Schwert? Ha! Öfter führt das Waffenglück Uns aus dem Mordgefecht zurück Gesund und unversehrt. Dann feiern wir ein Heldenfest Bei Bischof, Punsch und Wein. Zu Freudentänzen laden wir Um´s aufgepflanzte Siegspanier Die schönsten Schönen ein. Und jeder Jäger preist den Tag, Als er in´s Schlachtfeld zog Bei Hörnerschall und Becherklang Ertönet laut der Chorgesang: "Wer brav ist, lebe hoch!" Text: Gottfried August Bürger (1794) Musik: Preußische Soldatenmelodie - auch von W. Berner (1821, nach "La chasse de Dussek")

Mit Hörnerschall und Lustgesang
Als ging es froh zur Jagd
So ziehn wir Jäger wohlgemut
wenn´s not dem Vaterlande tut
hinaus in´s Feld der Schlacht

Gewöhnt [...] ...

Soldatenlieder | Liederzeit: | 1794