Der Gärtner hat ein Blumenbeet (Gärtners Töchterlein)

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Der Gärtner hat ein Blumenbeet
Das grad in voller Blüte steht
Die Rosen brennen rot und rund
Die Nelken duften kunterbunt
Die Lilien blühen keusch und rein
Und treu des Veilchens Äugelein
Doch mitten in dem süssen Traum
Da breitet seine Arme aus
Der alte liebe Apfelbaum
Und winkt gar freundlich in das Haus
Es ist noch nicht der Ernte Zeit
Doch sieh, aus seinem grünen Kleid
Da lachen schon im zarten Flor
Zwei Kügelchen hervor

Zwei liebe süsse Äpfelein
So rosig und pikant
Ein jeder passt gerad hinein
In eine Hand
Zwei liebe kleine Äpfelein
So drall und kugelrund
Wie schmeckt das fein! Wie lebt sichs fein
Von der Hand in den Mund

Der Gärtner hat ein Töchterlein
Das passt in seinen Garten rein
Das Mädel hat ein Lippenpaar
Nie röter eine Rose war
Die Äuglein gleichen ganz genau
Den Veilchen, traut und wunderblau
Das weiss sehr wohl des Nachbars Franz
Und gibt fein auf das Blümchen acht
Jüngst führt er sie beim Kirmestanz
Zum Apfelbaum in dunkler Nacht.
Am Himmel blinzelt Stern an Stern
Das Mädel hat den Burschen gern
Und küsst er sie, dann ist sie still
Er nimmt sich was er will

Zwei liebe süsse Äpfelein
So rosig und pikant
Ein jeder passt gerad hinein
In eine Hand
Zwei liebe kleine Äpfelein
So drall und kugelrund
Wie schmeckt das fein! Wie lebt sichs fein
Von der Hand in den Mund

Text: Fritz Löhner-Beda für das 1912 gegründete Wiener „Biercabaret Simplicissimus“ geschrieben, von der „Theaterzensurbehörde der Niederösterreichischen Landesregierung“ jedoch wegen erotisch-sexueller Anspielungen als „nicht zulässig“ erklärt.

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