Bremer Stadtmusikanten

Auf jeder Blume schaukelt flink (Schaukellied)

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Auf jeder Blume schaukelt flink
das leichte Ding, der Schmetterling
und auf dem Ast im Sommerwind
da schaukelt sich der Spatz geschwind.
Von beiden etwas hat mein Schatz
halb Schmetterling, halb frecher Spatz
darum gefällt dem lockren Blut
das Schaukeln auch besonders gut

Springe, mein Liebchen, ach springe
rasch auf die Schaukel Du
springe und schwinge, ich singe
mein Schaukellied dazu.
Engelchen lasse Dich wiegen
fliege im Sonnenschein
sieht man die Engel so fliegen
schaut man in den Himmel hinein.

Mein Liebchen hat ein zartes Bein
und einen Strumpf von Seide fein
ihr rosa Strumpfband bindet sie
mit süßen Schleifchen überm Knie.
Ich sag Ihr, dass ich dies entdeckt
‘Wieso? Wodurch?’ rief sie erschreckt
Da lacht ich: ‘Liebe, dumme Maus
die Schaukel plaudert alles aus.

Springe, mein Liebchen, ach springe
rasch auf die Schaukel Du
springe und schwinge, ich singe
mein Schaukellied dazu.
Engelchen lasse Dich wiegen
fliege im Sonnenschein
sieht man die Engel so fliegen
schaut man in den Himmel hinein.

Wenn ganz von Frühlingslust beschwert
wir spät am Abend heimgekehrt
am schönsten ist’s, wenn ich sie dann
in meinen Armen schaukeln kann
der Pulsschlag immer höher fliegt
bis dass ein Schwindel uns besiegt
ja, ja, die Lieb ist, glaubt mir nur
der schönste Schwindel der Natur

Springe, mein Liebchen, ach springe
rasch auf die Schaukel Du
springe und schwinge, ich singe
mein Schaukellied dazu.
Engelchen lasse Dich wiegen
fliege im Sonnenschein
sieht man die Engel so fliegen
schaut man in den Himmel hinein.

Text: Julius Freund (1862 – 1914)
Musik: Victor Hollaender (1866 – 1940)
1905 –  aus der Revue “Auf ins Metropol”


Liederthema: Liebeslieder
Liederzeit: (1905)
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