Schwilge

Andreas Schwilge geboren 1608 in Thann im Elsaß, war kurze Zeit Kantor am Züricher Großmünster. Er starb 1688.

Die dritte Zeit in jedem Jahr (Herbstgesang)

[…] Last Die Äste bückt Und niederdrückt Bis zu der Erden fast: Die schönen Äpfel prangen Mit ihren roten Wangen, Erquicken manchen Gast. Insonderheit Die edel Frucht Der Rebenzucht Wird flüssig dieser Zeit: Die Arbeit niemand schonet, Dieweil sie treulich lohnet Mit Lust und Nutzbarkeit. Text: Andreas Schwilge (Zürich 1663) Musik: J.W. Simler  (1605 – 1672)

Der kürzest Tag und längste Nacht den grauen Winter bringen

[…] Tier zumal An seiner Stell sich weidet; Das Federheer singt auch nicht mehr, Ein Teil von uns wegscheidet. Das einsam Turturtäubelein Nur seufzend wird gehöret; Die Rabenstimm ist jetzt gemein Und uns das Ghör versehret; Melancholey wohnt allem bey Und alle Freud zerstöret. Text: Andreas Schwilge , Zürich 1663 Musik: J. W. Simler (1605—1671)  

Wie wohl der Zeiten schönste Zeit (Sommerlied)

[…] Grillen singen, Die Heuschrecken springen Bienhonig fließt fürbaß. Die Wägen von der Garben Last und großer Fuedern Heu, Wie seufzen hört man kirren fast ist doch ein fröhlich Gschrei. Lustig sich erkühlen und zugleich abspülen Junge Leut, die fühlen des Sommers Hitz voran. Text: J. W. Simler (1605 – 1672) Musik: Andreas Schwilge , 1663