Bremer Stadtmusikanten

Liederlexikon: Würfelspiel

| 2016
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Das Würfelspiel, was jeden verwundern muss, üben sie nüchtern und wie ein ernsthaftes Geschäft aus; mit solcher Unbesonnenheit gewinnen oder verlieren sie, dass sie, wenn alles Vermögen verspielt ist, mit dem letzten und entscheidenden Wurf über die Freiheit und das Leben entschieden. Der Besiegte nimmt die freiwillige Knechtschaft auf sich: egal wie jung oder wie stark er ist, er erträgt, dass er gebunden und verkauft wird. Dies ist in der Sache eine falsche Beharrlichkeit: sie selbst reden von Treue. Sie verkaufen Sklaven im Handel weiter, die sie unter diesen Bedingungen gewonnen haben, um sich aus der Schande des Sieges zu erlösen.

Tacitus, Geschichte, Sitten und Gebräuche der Germanen




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Der Müller ging spazieren aus er ging bis an den Grunwald naus begegnen ihm drei Räuber Ei Müller liebster Müller mein wißt ihr kein schwanger Fräuelein wir wollen eine kaufen Der Müller verschwört sein Leib und Seel er nirgends von einer wissen will bis er hatt selber eine Der Eine griff in Schubsack nein dreihundert Dukaten die warn sein für

Es ritt ein Herr zum kühlen Wein

Es ritt ein Herr zum kühlen Wein verspielt sein einziges Söhnelein Und wie er nun nach Hause kam, sein einziger Sohn ihm entgegen kam Ach Vater, lieber Vater mein, was bringt ihr mit vom kühlen Wein? Ich bring’ dir mit ein neues Ross darauf du noch nie geritten hast Reit hin, reit hin zur Nätherin Und lass dir machen ein

Bist matt und müd so sing ein Lied (Soldaten-Katechismus)

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