Einödshofer (Julius) von A - Z ..

Zu eine Illumination geht auch mit einer Maid, Herr Cohn die Maid glüht für Herrn Cohn gar sehr fast mehr als rings das Flammenmeer deshalb ist doppelt groß ihr Schreck als plötzlich Cohn war von ihr weg Das kam daher, weil er gesehen die liebe Ehehälfte gehen Die Maid ist trostlos, ganz verzagt und geht zum Schutzmann hin und fragt Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geseh'n? Sah'n Sie ihn denn nicht vorübergeh'n? In der Volksmenge, kam er in's Gedränge. Da hab'n Sie nun den Schreck der Cohn ist weg! Der Schutzmann sucht und sagt: I, wo gehn Sie doch hin ins Fundbureau 's ist möglich, daß man aus der Stadt ihn dort schon abgeliefert hat. Die Maid geht hin, doch war dort nix kein Cohn –, nur ne Konservenbüchs Was mache ich jetzt bloß vor Schreck ich bin ganz futsch, der Cohn ist weg Und händeringend klagt die Maid nun auf der Straße laut ihr Leid Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geseh'n? Sah'n Sie ihn denn nicht vorübergeh'n? In der Volksmenge, kam er in's Gedränge. Da hab'n Sie nun den Schreck der Cohn ist weg! Um unsre Maid, da bildet sich ein Menschenknäuel, ganz fürchterlich und gleich herrscht nun in dem Gewühl das allergrößte Mitgefühl Es bleiben fragend alle steh'n hab'n Sie denn nicht den Cohn gesehn? Es pflanzt der Ruf sich brausend fort und wird dann zum geflügelt Wort ob hoch, ob niedrig, arm und reich wenn man sich trifft, so frägt man gleich Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geseh'n? Sah'n Sie ihn denn nicht vorübergeh'n? In der Volksmenge, kam er in's Gedränge. Da hab'n Sie nun den Schreck der Cohn ist weg! Es ruft mich freundlicher Applaus ich komme dankbar noch mal raus und freue mich, daß dieses Lied Berlin so ins Gemüte zieht Deshalb ist doppelt groß mein Schreck der Kleine is noch immer weg Und wenn Sie jetzt in'n Tunnel gehn so bitt ich Sie, sich um zu sehn ach frag'n Sie doch beim Glase Bier und ich frage noch mal hier: Hab'n Sie nicht den kleinen Cohn geseh'n? Sah'n Sie ihn denn nicht vorübergeh'n? In der Volksmenge, kam er in's Gedränge. Da hab'n Sie nun den Schreck der Cohn ist weg! Text: Emil Rosendorff ( 13. Dezember 1877 in Berlin, gest. 18. März 1942 im Ghetto Litzmannstadt), Refrain-Idee von Ludwig Renner (1868 - 1932) Musik: Julius Einödshofer (1863–1930) Uraufführung: Am 18. Januar 1902 im Berliner Thalia-Theater in der Revue „Seine Kleine" (Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz). Gesungen von Guido Thielscher.

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Zu eine Illumination
geht auch mit einer Maid, Herr Cohn
die Maid glüht für Herrn Cohn gar sehr
fast mehr als rings das Flammenmeer
deshalb [...] ...

Couplet | Liederzeit: | 1900