Von dem Ufer einer See Krochen abends späte Eine Wassermaus und eine Kröte An den Bergen in die Höh‘; Aber mitten in dem Wandern Rollt‘ die eine mit der andern Plötzlich in den See herab, Und wie sehr die Kröte rang, Und den Leib zu schwimmen zwang, Fand sie doch allhier ihr Grab. Also ging’s ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1748


Ein Herr, genötigt auszugehen, Vergaß aus großer Eil die Sackuhr an der Wand, Wo sie sein zahmer Affe fand, Und tat, was er gar oft von seinem Herrn gesehen. Er machte sie mit einer Binde Sich um den Leib, und gleich darauf Sah er darnach, und sprach:“Die Uhr geht zu geschwinde!“ Er zog sie gleich ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1748


Ein Mann, der in der Welt sich trefflich umgesehn, kam endlich heim von seiner Reise. Die Freunde liefen scharenweise und grüßten ihren Freund, so pflegt es zu geschehn. Da hieß es allemal: „Uns freut von ganzer Seele, dich hier zu sehn, und nun: erzähle!“ Was ward da nicht erzählt! „Hört,“ sprach er einst, „ihr wißt, ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
| 1748


Tier´ und Menschen schliefen feste, Selbst der Hausprophete schwieg, Als ein Schwarm geschwänzter Gäste Von den nächsten Dächern stieg. In dem Vorsaal eines Reichen Stimmten sie ihr Liedchen an, So ein Lied, das Stein’ erweichen, Menschen rasend machen kann. Hinz, des Murners Schwiegervater, Schlug den Takt erbärmlich schön, Und zwei abgelebte Kater Quälten sich, ihm ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1748


In Afrika war eine Schlange, Die alle Tiere ohne Ursach biss, Und was sie biss, das trieb es nicht lange, Die Wunde schwoll, es starb gewiss Das ging ihr lange Zeit von statten, Bis, da sie einst im Grase spielt, Sie endlich ihren eigenen Schatten Für eine fremde Schlange hielt Da biss sie, weil sie ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1748


Der Narr, dem oft weit minder Witz gefehlt Als vielen, die ihn gern belachen, Und der vielleicht, um andre klug zu machen, Das Amt des Albernen gewählt (Wer kennt nicht Tills berühmten Namen?); Till Eulenspiegel zog einmal Mit andern über Berg und Tal. Sooft als sie zu einem Berge kamen, Ging Till an seinem Wanderstab ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1748


Ein guter dummer Bauernknabe, Den Junker Hans einst mit auf Reisen nahm, Und der trotz seinem Herrn mit einer guten Gabe, Recht dreist zu lügen, wiederkam: Ging, kurz nach der vollbrachten Reise, Mit seinem Vater über Land. Fritz, der im Gehn recht Zeit zum Lügen fand, Log auf die unverschämt´ste Weise Zu seinem Unglück kam ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: | 1748


Ein Affe sah ein paar geschickte Knaben Im Brett einmal die Dame ziehn Und sah auf jeden Platz, den sie dem Steine gaben, Mit einer Achtsamkeit, die stolz zu sagen schien, Als könnt er selbst die Dame ziehn. Er legte bald sein Mißvergnügen, Bald seinen Beifall an den Tag; Er schüttelte den Kopf itzt bei ... Weiterlesen ... ...

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Liederzeit: | 1748


Um das Rhinozeros zu sehn (Erzählte mir mein Freund), beschloß ich auszugehn. Ich ging vors Tor mit meinem halben Gulden Und vor mir ging ein reicher, reicher Mann Der, seiner Miene nach, die eingelaufnen Schulden Nebst dem, was er damit die Messe durch gewann Und was er, wenns ihm glücken sollte Durch den Gewinst nun ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
| 1748


Sagt an, vergoss der Herr sein Blut und starb er denn für mich Neigt er sein Haupt auch mir zugut für solchen Wurm wie ich? Jesus starb für dich Jesus starb für mich ja für uns alle starb der Herr Gottlob er starb für mich Ist wahr, litt er für meine Schuld den Fluch am ... Weiterlesen ... ...

| 1748