Lieder 1870 – 1871

Wer geht mit juchhe über See

Wer geht mit juchhe über See Fest das Ruder Frisch bläst der Wind vom Land juchhe Bleib zu Haus im Nest mit dem Rest Fest das Ruder Uns dünkt die See das Allerbest wer was werden will ei der sitz nicht still nein, der wähl´ des Seemanns Kleid Ihm winkt reiche Beut´ Bei der Hand für König und Land Fest das Ruder Laut klingt es an der Waterkant Euer Aug´ voraus und hinauf ...

Allmacht die furchtbar die gnadenvoll über uns schaltet

Allmacht die furchtbar die gnadenvoll über uns schaltet Urlicht, vor welchem die sterbliche Weisheit veraltet Gott unser Gott, Hochmut verwehet in Spott wo deine Herrlichkeit waltet Vater der Menschen, du sahst unsre Arbeit und Streben hast unser Sehnen gewürdigt, das Reich uns gegeben Ein Vaterland, hast uns die Rettung gesandt hast uns erwecket zum Leben Schütz uns, Allgütger, be ...

Steh ich in finstrer Regennacht

Steh ich in finstrer Regennacht bei Belfort auf der stillen Wacht so fallen mir Gedanken ein wie mag es wohl zu Hause sein Im Stübchen sitzt mein treues Lieb und liest den Brief, den ich ihr schrieb Die Mutter sitzt dabei und sinnt aus ihrem Aug ein Tränlein rinnt Darauf mein Liebchen tröstend spricht Lieb Mütterchen, ach gräm dich nicht Er ist nochh frisch und wohlgemut weich ...

Es zogen drei Heere wohl über den Rhein

Es zogen drei Heere wohl über den Rhein die Deutschen sie drangen in Frankreich hinein Denn Frankreich das hatte aus Hochmut und Neid mit ihnen begonnen gar blutigen Streit Doch Gott hat den Deutschen den Sieg beschert bei Weißenburg, Förbach, Saarbrücken und Wörth Drauf siegten sie dreimal in grausiger Hetz und haben umschlossen Bazaine bei Metz Bei Sedan hat Wilhelm nach sch ...

Deutschland Deutschland eins geworden

Deutschland Deutschland eins geworden in des Kampfes Glut und Brand jauchzend grüßt dich Süd und Norden heil´ges teures Vaterland Alle Herzen, alle Stämme sind nun ganz in Treue dein schwören von dem Meer zur Senne nur All-Deutschland soll es sein Nur All-Deutschland nur All-Deutschland soll es sein Heldenblut ist dir geflossen und viel Tränen, brennend heiß aber hell ist dra ...

Bolten-Baeckers

Heinrich Bolten-Baeckers (auch Heinz Bolten-Baeckers) wurde am 10. April 1871 in Chemnitz geboren und starb am 30. Januar 1938 in Dresden. Autor von Bühnenstücken und Liedern. ...

Nicht des Geistes – Wiedererstandenes Deutschland (1871)

Nicht des Geistes, sondern des Schwertes Schärfe gab dir alles, wiedererstandenes Deutschland Ruhm und Einheit, äußere Macht und Wohlfahrt dankst du dem Eisen! Laß die Harfen tönen zu Siegesgesängen aber halte mitten im Jubel wache Unter Lorbeerzweigen und Myrtenreisern trage das Schlachtenschwert Meine Mahnung wird erst der Enkel segnen wenn er unverdrossen die Waffen wahrte M ...

Zu siebzig da zogen die lippischen Schützen

Zu Siebzig da zogen wir lippischen Schützen Nach Frankreich hinein um das Vaterland zu schützen Zum Truderidera, Und zum Truderidera, Und zum Truderidara, Und die Lipper die sein da. Sie zogen wohl aus mit dat schwere Geschütze Jungedi, wie dat hagelt, wie dat wettert, wie dat blitzet Und als sie wohl kamen an dat lütge, lütge Horn Da hatten sie schon ihre Fahne verlohrn Doc ...

Richte dich auf Germania

Richte dich auf Germania, Richte dich auf Nicht mehr beweinen sollst du der deinen Zwietracht und Neid Jammer und Leid Hörst du das Jauchzen im Süden und Norden trauliches Grüßen von Herz zu Herz Richte dich auf aus Kummer und Schmerz einig sind all deine Kinder geworden Richte dich auf Richte dich auf Germania Siehe der Morgen der Freiheit ist nah Richte dich auf Germania, Richte ...

Die Scheidestunde fliegt vorbei

Die Scheidestunde fliegt vorbei und nun nach allen Enden fort Doch was uns auch beschieden sei es gilt als erst und letztes Wort Mit Herz und Hand wie jubelnd wir geschworen fürs große Land, fürs Vaterland Deutschland, das uns geboren Mit Wunsch und Klag ist nichts gethan es will die Zeit die That des Manns Schon öffnet sich die Ehrenbahn wohlan, wer ringen will, der kann´s Mit ...

Du tratst auf des Jahrhunderts Schwelle (Kaiser Wilhelm I)

Du tratst auf des Jahrhunderts Schwelle ein zartes Kind an Mutterhand Noch leuchtete mit matter Helle das Abendrot dem deutschen Land Da kam die Nacht herangezogen die grimmen Sturm im Schoße trug die Engel des Gerichtes flogen und Preußens schwerste Stunde schlug Du sahst das schreitende Verderben ein Knabe noch, die deutsche Schmach du sahst die edle Mutter sterben der Deutschland ...

Es ist nichts Lust´gers auf der Welt (1871)

Es ist nichts Lust´gers auf der Welt und auch nichts so geschwind als wir Husaren in dem Feld wenn wir in Schlachten sind Wenn´s blitzt und kracht dem Donner gleich wir schießen alles tot wenn`s Blut von unserm Körper fleucht sind wir des Mutes voll Da heißt´s: Husaren insgesamt schlagt die Pistolen an! Ergreift den Säbel in die Hand haut durch den nächsten Mann Wenn ihr das ...

Es ist in alten Liedern mein Volk dir prophezeit (Barbarossa)

Es ist in alten Liedern mein Volk dir prophezeit des alten Barbarossa erneute Herrlichkeit daß einst die alten Raben verschwinden samt der Nacht und das aus tiefen Träumen das deutsche Reich erwacht Und was die alten Lieder so wundervoll gesagt das gibt dir Gott nun wieder mein Volk der Morgen tagt der alte Barbarossa ist da im weißen Bart doch hat er auch in Silber die alte go ...

Wehrhan

Der Lehrer und Sprachforscher Karl Wehrhan wurde am 21. Juli 1871 in Heidenoldendorf geboren  und starb am 31. August 1939 in Frankfurt am Main. Von 1926 bis 1933 war er Leiter der Frankfurter Rundfunkstelle. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich in der Lippischen Landesbibliothek Detmold.

  1. Frankfurter Kinderleben in Sitte und B ...

    Die Artillerie rückt vor (1871)

    In Gesellenfreud (1913) wird mit Noten eine Art Refrain angeführt, der nach jeder Strophe von  "Ich hatt einen Kameraden " gesungen wird, und eventuell aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/1871 stammt: Die Artillerie rückt vor die Infanterie gibt Salven ab das ganze Jägerkorps rückt aus mit Sack und Pack Kavallerie muß attackieren die Franzosen müssen retirieren die Franzosen ...

    Traurig tönt das Abendglöcklein

    Traurig tönt das Abendglöcklein die Natur senkt sich zur Ruh Vöglein singen Schlummerlieder Sonne sinkt dem Westen zu Drinnen in dem Lazarette bei der Lampe Dämmerschein ruhen tapfere deutsche Krieger die im Kampf verwundet sein Dort an einem Sterbebette ist noch eine Nonne wach betet für den armen Kranken der die Worte sterbend sprach: "Grüßt mir meine liebe Mutter sagt, ...

    Als ich an einem so schönen Sonntagmorgen

    Als ich an einem so schönen Sonntagmorgen vor meiner Eltern wohl Haustür stand Ei sieh, da kam ein so schöner, schöner Jüngling der setzt sich nieder wohl auf meinen Schoss Er wollt mich lieben, ich wollt´s nicht haben weil ich das Lieben noch nicht verstand Herzgeliebtes Madel lasse du dir´s sagen ich bin der Lehrmeister aus Paris Ich schlich mich leise wohl auf ihr Kämmer-Kä ...

    Es war im rauhen Jura

    Es war im rauhen Jura Es war bei Pontarlier Es sprach zu unserm Oberst Des Feindes General: Der Oberst sprach: Verloren Bist du mein Bataillon! Und Colbergs Grenadiere Sie standen felsenfest Dem Oberst rinnt die Träne Die Heldenwang  hinab Sie taten, was sie sollten Es war bei Pontarlier Text und Musik: Verfasser unbekannt in: Historische Volks- und volksthümliche Liede ...

    Kernlieder für deutsche Soldaten

    Kernlieder der deutschen Soldaten. Eine Liedersammlung. für alle Waffengattungen der deutschen Heere. Mit Melodien zusammengestellt von einem alten Soldaten  (64 S.) ...

    Pöllmann

    Ansgar Theodor Pöllmann, geboren am 21. September 1871 in Hechingen und gestorben am 20. Juni 1933 in Hallenberg war ein Benediktiner-Pater, der lange Jahre im Kloster lebte, eine "Fehde" mit Karl May hatte, Kunstkritiker beim "Bayerischen Kurier" und Feldgeistlicher war. Er verfasste eine Reihe von kriegsbegeisterten Gedichten im Ersten Weltkrieg.

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    Spinn Mädchen spinn

    Spinn, Mädchen, spinn! Die Weiße kommt herin Spinnst du hehr So steht sie vor der Thür Spinnst du naut (nicht) So kommt sie und setzt sich dir auf die Haut. Wenn die Mutter zum erstenmal das Spinnen lehrt, aus dem Vogelsberg in Hessen in: Die christliche Kleinkinderschule, Zeitschrift. II. Jahrgang 1871 daher in Deutscher Liederhort III (1894, Nr. 1567 "Sprüche vom Spinnen") ...

    Helden laßt die Waffen ruhen

    Helden laßt die Waffen ruhen nehmet den Pokal zur Hand eien hehre Kunde dringet durch das deutsche Vaterland Millionen Stimmen singen jubelnd einen Festgesang denn des Friedens grüne Palme winket durch das deutsche Land Schwer errungen ist der Friede und der Lorbeer trieft von Blut mancher tapfere deutsche Krieger fern in kühler Erde ruht Aber ihre Heldennamen strahlend goldner R ...

    Horch was geht im Walde vor

    Horch was geht im Walde vor was vernimmt mein schwaches Ohr ist es nicht ein Hirsch im Tal oder rauscht ein Wasserfall Horch, was nähert sich dem Schloß steigt ein Reiter nicht vom Roß Klopfet an die Pforte schon "Großer Gott, es ist mein Sohn" "Vater bin ich nicht dein Kind bin ich nicht wie du gesinnt Schon in Frankreich kämpften wir für des Volkes Ruhm und Ehr" "Vater, ...

    Alexander Zemlinsky

    Der österreichische Komponist Alexander Zemlinsky wurde am 14. Oktober 1871 in Wien geboren. Er starb am 15. März 1942 in Larchmont, New York. Er schrieb auch unter dem Pseudonym Al Roberts. ...

    Früh beim dem ersten Sonnenstrahl (Die Schwarzen Teufel)

    Früh bei dem ersten Sonnenstrahl ziehn wir aus der Kaserne Trompetenklang und Hörnerschall ertönt aus weiter Ferne Gar lustig singt die Schützenschar ein deutsches Lied nach deutscher Art nach ihrem Übungsmarsche Es fehlet unserm Regiment Auch nicht an altem Ruhme Bei Billiers, es ist bekannt. Fiel Laub und frische Blume Bei Sedan schallt es in der Schlacht: Der Feind der rief: ...