Gestern Brüder könnt ihrs glauben? (Der Tod)

Gestern, Brüder, könnt ihr´s glauben? Gestern bei dem Saft der Trauben stellt euch mein Entsetzen für gestern kam der Tod zu mir Hop, hop, hop, vivallerallera vivallerallerallerallerallera Drohend schwang er seine Hippe drohend sprach das Furchtgerippe: “Fort, du teurer Bacchusknecht! Fort, du hast genug gezecht!” Hop, hop, hop, vivallerallera vivallerallerallerallerallera. “Lieber Tod,” sprach ich mit Tränen “solltest du nach mir

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Früh wann die Hähne krähn

Früh, wann die Hähne krähneh die Sternlein verschinden,muß ich am Herde stehnmuß Feuer zünden. Schön ist der Flammen Scheines springen die Funken;ich schaue so dreinin Leid versunken. Plötzlich da kommt es mirtreuloser Knabe,daß ich die Nacht von dirgeträumet habe. Träne auf Träne dannstürzet hernieder;so kommt der Tag herano ging er wieder! Text: Eduard Mörike (1804 – 1875)Musik: Hugo Wolf – ,auch:

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Feldeinwärts flog ein Vögelein

Feldeinwärts flog ein Vögeleinund sang im muntern Sonnenscheinmit süssem wunderbarem Ton:Ade! Ich fliege nun davon,weit, weit weitweit reis´ ich noch heutweit weit.     Ich horchte auf den Feldgesangmir ward so wohl und doch so bang.mit frohem Schmerz , mit trüber Luststieg wechselnd bald und sank die BrustHerz, Herz, Herzbrichst du vor Wonn’ und Schmerz?Herz, Herz Doch als ich Blätter fallen sahda

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Es zog ein flotter Bursch zum Rhein nach Bonn dort zu studieren

Es zog ein flotter Bursch zum Rhein nach Bonn, dort zu studieren: der Vater sprach: “Sollst fleissig sein und keine Zeit verlieren!” Die gute Mutter aber sprach: “Lauf´ nicht den rhein´schen Mädchen nach, mit ihren Feuerblicken sie könnten dich berücken Allein der liebe Sohn am Rhein war fleissig bei der Kanne. Er trank allzeit den besten Wein beim Wirt zur

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Es war einmal ein König ein König wars am Rhein

Es war einmal ein Königein König wars am Rhein,der liebte nichts so wenigals Haders Not und Pein.Es stritten seine Degenum einen Schatz im Landund wären fast erlegenvon ihrer eignen Hand.    Da sprach er zu den Edlen:“Was frommt euch alles Gold,wenn ihr mit euern Schädelnden Hort erkaufen sollt?Ein Ende sei der Plageversenkt ihn in den Rhein;da bis zum jüngsten Tagemag er

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Es blickt so still der Mond mich an

Es blickt so still der Mond mich anes fliesst so still der Rhein;der Fischerknabe steht im Kahnso mutterseelenallein. Ich sitz am Rocken traurig stillin meinem Kämmerlein;das Rädchen mir nicht schnurren willso mutterseelenallein. Wärst du bei mir und ich bei dirdu lieber Knabe mein,du stünd’st nicht dort, ich säss nicht hierso mutterseelenallein. O komm zu mir, du süsse Maido komm zum

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Ein lustiger Musikante marschierte einst am Nil (o tempora, o mores)

Ein lust´ger Musikante marschierte einst am Nil o tempora, o mores! Da kroch wohl aus dem Wasser ein großer Krokodil o tempora, o mores! Der wollt´ ihn gar verschlucken wer weiß, wie das geschah? Jucheirassa! O tempora! Gelobet seist du jederzeit, Frau Musika! Da nahm der Musikante seine alte Geig´n o tempora, o mores! und tät mit seinem Bogen gar

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Ein Römer stand in finstrer Nacht

Ein Römer stand in finstrer Nachtam deutschen Grenzwall Posten, fern vom Kastell war seine Wacht, das Antlitz gegen Osten.Da regt sich feindlich ´was im Fluß, da schleicht und hallt was leise…Kein Päan von Horazius, ganz wildfremd war die Weise: “Ha´, hamm´, hammer dich emol, emol, emol an dei´m verriss´ne Kamisol, du schlechter Kerl, du schlechter Kerl!” An eine Jungfrau Chattenstamms hat

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