Volkslieder von A-Z



A

Aus tiefer Not schrei ich zu dir

Aus tiefer Not schrei ich zu dir Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig Ohr neig her zu mir und meiner Bitt es öffne denn so du willst das sehen an was Sünd und Unrecht ist getan wer kann, Herr, vor dir bleiben? Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst die Sünde zu vergeben es ist doch unser Tun

Geistliche Lieder | 1524


Ausdeutungen des Webstuhlgeräusches

Heut an Pfenk (Pfennig)Murn an Pfenk. Hol´s Brot rein, mich hungert Mag´s warn, wie´s will Ich muß noch verhungern Gottesacker, Gottesacker Wenn’ch nur bald vaspern könnt! Wenn’ch nur emal trinken möchte! Die Kuhe, die gibt nischt. Leier, leier, DudelsackMorne ham mer FeiertagNeugersdorf, Spruch der Kinder, die von früh bis abends mitarbeiten müssen Wenn kee Sonntag wär off ErdenWas würd da

Weberlieder | , | 2004


Ausgekochter Ungar

Was ist paradox? Wenn ein Ungar ausgekocht ist. in Hilfe mein Zwerchfell (1928)

Witzesammlung | 2011


Ausgelitten ausgerungen hast du endlich deutsches Herz

Ausgelitten, ausgerungen hast du endlich, deutsches Herz – Gut, daß er einmal verklungen, dieser deutsche Freiheitsmärz ! Gut, daß wir geworden kühler, wie es zum Dezember paßt. Unsere freiheitstrunkenen Wühler waren uns von je verhaßt. Gut, daß wir jetzt ohne Zittern nehmen jedes Blatt zur Hand, uns das Leben nicht verbittern um das liebe Vaterland. Gut, daß möglich ist geworden,

Politische Lieder | 1848


Ausgelitten hast du – ausgerungen (Lotte bei Werthers Grabe)

Ausgelitten hast du – ausgerungen Armer Jüngling, deinen Todesstreit Abgeblutet die Beleidigungen, Und gebüßt für deine Zärtlichkeit! O warum – O! daß ich dir gefallen! Hätte nie mein Auge dich erblickt, Hätte nimmer von den Mädchen allen Das verlobte Mädchen dich entzückt Jede Freude, meinen Seelen Friede Ist dahin, auch ohne Wiederkehr! Ruh und Glücke sind von mir geschieden, Und

Gedichte | Liebeskummer | 1775


Ausländer Menschen niederen Grades?

Brief aus St. Louis 1835 Der Nordamerikaner selbst aber ist durchqehends ein stolzes, dumm-einqebildetes Wesen,der nur sich und sein Land schätzt, und alles andere größtenteils verachtet,gewiß aber nur weil er nichts anders kennt,denn von fremden Ländern besitzen sie gewöhnlich einseitige und wenige Kenntnisse.In diesem seinen Dünkel hält er die Ausländer für Menschen niederen Grades; und dieses trifft hauptsächlich die Deutschen,den

Volkslied-Forschung | 1835


Ave Maria so grüsst der Engel

Ave Maria so grüsst der Engel die Jungfrau Mariain ihrem Gebetdarinnen sie warMaria du sollst ein Sohn empfangendarnach tut Himmel und Erde verlangendass du die Mutter des Herrn sollst sein Ave Maria so grüsst der Engel die Jungfrau Mariain ihrem Gebetdarinnen sie warMaria hört solches gar gereSie sprach: „Ich bin eine Dienstmagd des HerreMir gescheh nach deinem Wort“ Ave Maria

Geistliche Lieder | Marienlieder | | 2011


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)