Volkslieder von A-Z



A

Ach Andreas heiliger Schutzpatron

Ach Andreas heil´ger Schutzpatron schenke mir doch einen Mann sieh herab auf meinen Spott und Hohn sieh mein hohes Alter an krieg ich einen oder keinen? Einen! Andreas. lieber Schutzpatron Gib mir mal einen Mann Räche doch nur meinen Hohn sieh mein liebes Alter an Soll ich allen Trost verscharren? Harren! Harren? Ei du scherzt mit mir Meine Schönheit ist

Liebeskummer | Scherzlieder | 1765


Ach aus allen Ländern strömet

Ach, aus allen Ländern strömet nach Amerika neues Volk! Weil sie Noth und Armut kränket geht es ihnen auch nicht wohl. Denn die Theuerung treibt den Armen hier aus seinem Vaterland; ach, es ist ja zum Erbarmen alles flieht zum Meeresstrand Wie viele Mütter sieht man weinen wenn man hin nach Havre kommt denen keine Sonn mehr scheinet aus dem

Auswandererlieder | 1848


Ach aus dieses Tales Gründen (Sehnsucht)

Ach, aus dieses Tales Gründen, Die der kalte Nebel drückt Könnt ich doch den Ausgang finden Ach, wie fühlt ich mich beglückt Dort erblick ich schöne Hügel Ewig jung und ewig grün Hätt ich schwingen, hätt ich Flügel Nach den Hügeln zög ich hin Harmonien hör ich klingen Töne süßer Himmelsruh Und die leichten Winde bringen Mir der Düfte Balsam

Auswandererlieder | 1803


Ach Bauer was ich dir will sagen

Ach Bauer was ich dir will sagen jetzt mein Quartier ist aus und wenn die Trompeten werden blasen dann komm und wecke mich auf Und sattle mir mein Pferd und tröste mir mein Schwert den Sattel tu mir drauf binden daß ich gleich fertig bin Was tu ich dir zu Liebe Ein´ Schuß wohl in die Luft daß jedermann kann

Soldatenlieder | 1884


Ach bin ich nicht ein armer Mann!

Ach, bin ich nicht ein armer Mann! Ich hab´ nichts zu verzehren. Das Weib das hat die Hosen an, ich muß die Stube kehren; ich hüt die Zieg und auch die Kuh und krieg auch noch viel Schläg´ dazu. O Jerum! O Jerum! O Jerum! Wenn ich des Morgens früh aufsteh, so fängt sie an zu blitzen; da kommt mir

Liebeskummer | 1900


Ach bitterer Winter

Ach bitterer Winter, wie bist du kalt Du hast entlaubet den grünen Wald du hast verblüht die Blümlein auf der Heiden Die bunten Blümlein sind worden fahl entflogen ist uns Frau Nachtigall sie ist entflogen, wird sie wieder singen Sie ist entflogen zu diesem Jahr ein steten Buhlen muß ich han ein steten Buhlen muß ich allzeit haben Text: Ambraser

Liebeskummer | Winterlieder | | 1582


Ach bleib bei uns Herr Jesu Christ

Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christweil es nun Abend worden istDein göttlich Wort, das heile Lichtlaß ja bei uns auslöschen nicht In dieser, letzten, betrübten Zeitverleih uns, Herr, Beständigkeitdaß wir dein Wort und Sakramentbein behalten bis an unser End´ Herr Jesu, hilf, dein Kirch´ erhalt,wir sind gar sicher, faul und kaltGib Glück und Heil zu deinem Wortdamit es schall

Geistliche Lieder | 2009


Ach bleib mit deiner Gnade

Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert daß uns beid´ hier und dorte sei Güt´ und Heil beschert Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht dein´ Wahrheit uns umschanze damit wir irren nicht Ach bleib mit

Geistliche Lieder | Grabgesänge | 1632


Ach Bruder ich bin geschossen (vor 1856, Baden)

Ach Bruder ich bin geschossen eine Kugel hat mich getroffen führ mich nach meim Quartier daß ich gleich verbunden werd tralali tralalei dei daß ich gleich verbunden werd Ach Bruder ich kann dir nicht helfen helfe dir der liebe Gott selber helfe dir der liebe Gott morgen früh marschiern wir fort Des Morgens um halber viere da müssen wir Soldaten

Soldatenlieder | 1900


Ach da schwärm ich auf und nieder (Schweizer Heimweh)

Ach da schwärm ich auf und nieder Etwas das ich nie empfand Drängt mich quält mich immer müder O mein theures Vaterland Könnt ich dich doch wiedersehen Ach nur einmal wieder dich Ueber deinen Alpenhöhen Herzenssatt erathmen mich Sieh da stehn sie hingepflanzet Gottesberge wolkenschwer Bis zu ihm hinaufgeschanzet Um die freien Thäler her Wie die Quellenströme brausen Von der

Heimatlieder | 1828


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)