Volkslieder von A-Z



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Raus! Raus! Raus! Zum Abschiedstor hinaus!

Raus! Raus! Raus! Zum Abschiedstor hinaus! Der liebe Gott behüte den Krauter und sein Haus er schickt uns fremde Handwerksburschen zum Abschiedstor hinaus Und als wir nun kamen zum Abschiedstor hinaus Da schaute mein Feinsliebchen zum Fenster hinaus Sie zwinkert mit den Äugelein, gibt mir ein´ Händekuß: Sie weiß aber nicht, daß ich heut´ auf Walze gehen muß! Und als

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | Vagabundenlieder | | 1900


Rauschet ihr Eichen brauset ihr Lieder

Rauschet ihr Eichen brauset ihr Lieder strahlendes Deutschland, schmücke dich wieder Festruf durchhalle das Reich ruhmvoll und herrlich zugleich Singet den Helden, die da gelitten blutend im Kampfe Freiheit erstritten Ehrt sie mit donnerndem Schall Heil euch und Segen zumal Rüsten sich Feinde, Deutschland zu treten wollen wir alle kämpfen und beten Vaterland dir dann allein setzen das Leben wir

Deutschlandlieder | Kriegspropaganda | 1914


Rauscht ihr noch ihr alten Wälder

Rauscht ihr noch ihr alten Wälderhoch vom Rennstieg euren holden Sang?Wiegt ihr noch durch goldne Feldergraue Dome euren Feierklang?Und du wunderkühle Sagenquelleliebe Saale, spiegelst du noch helleBerg und Burg und reifen, reifen Rebenhang? Ja. es taucht aus trauten Flurenund es glänzt mir her vom klaren FlußVaterhaus und WanderspurenSchlägerklang und rascher TurnergrußHörselberg, aufspringt die wilde PforteLocken wehn im Wind und Mädchenworteund

Heimatlieder | 2008


Ravaillac bracht Heinrich um (1844)

29. Sept. 1844. Noch ein bänkelsängerisches Lied auf Tschech, offenbar nicht aus dem Volke, und nur heuchlerisch mit Frömmigkeit versetzt, um die Sache in Umlauf zu bringen. Es heißt darin: Ravaillac bracht´ Heinrich um, Ankarström war gar nicht dumm Und Fieschi, der Verräter War ein großer Attentäter Ferner: Auch der König tritt heraus sieht noch ganz verschlafen aus An den

Freiheitslieder | 1844


Rechts Heu und Klee links Heu und Klee

Links Heu und Klee, rechts Heu und Klee! Die allerfettsten Weiden – Dem Esel tut das Wählen weh, er kann sich nicht entscheiden. Er schnopert rechts, er schnopert links und dreht sich dreimal um – O Buridan, o Buridan, was ist dein Esel dumm! Rechts Gras und Korn, links Gras und Korn, wie knurrt es ihm im Magen! Und immer wieder

Freiheitslieder | | 1842


Redlich ist das deutsche Streben

Redlich ist das deutsche Strebensich für die Heimat dahin zu gebenWer sein Weib und Kind verläßtder steht auch im Kampfe fest Ist der Kampf auch noch so mutigund das Gefecht auch noch so blutigMutig ziehn wir ins Gefechtja wir Deutschen haben Recht Wenn wir unsre grauen Mäntelwohl um ein deutsches Mädchen hängenEi, so fühlet sie keinen Schmerztreu ist ja das

Soldatenlieder | | 2008


Redlich ist das Soldatenleben

Redlich ist´s Soldatenleben ist mit lauter Lust umgeben für den, für den letzten Tropfen Blut ja wir, ja wir Deutsche haben´s Mut wir haben´s Mut, ja wir Deutsche haben´s Mut Wenn wir unsere grauen Mäntel um ein deutsches Mädchen schwingen Ei so,  ei so fühl ich´s keinen Schmerz redlich, redlich ist´s Soldatenherz Soldatenherz, redlich ist´s Soldatenherz Text und Musik: Verfasser unbekannt

Soldatenlieder | 1900


Regelmäßige Züge

Der galante Schaffner. Dame: „Kommt denn der andre Zug noch nicht bald, damit ich weiter fahren kann?“ Schaffner: „Das ist sehr unbestimmt, verehrtes Fräulein. So nette, regelmäßige Züge, wie Sie sie besitzen, haben wir bei unserer Sekundärbahn natürlich nicht!“ * in Hilfe mein Zwerchfell (1928)

Witzesammlung | 2011


Regen Regenschuren

Regen Regenschuren te Möllem op de Ruhren te Kettwig op de Bröggen da danzen all de Möggen wat Gott weit, wat Gott weit dat de Schur wier öwer geit in: Macht auf das Tor (1905)

Kinderlieder | | 1905


Regen rinnt von der Schabracke

Regen rinnt von der Schabracke Regen rinnt in weißen Strähnen und es ziehn die weißen Wolken alle Tage, alle Nächte Und es trommelt nicht die Trommel und es weht nicht mehr die Fahne und wir ziehn die weite Straße alle Tage, alle Nächte Aber wann wir fortgezogen von der Liebe fortgezogen Maien blühte aller Wegen ach wie schlug uns da

Bündische Jugend | Wanderlieder | | 1930



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Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)