Volkslieder von A-Z



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Vaderhus un Modersprak

Vaderhus un Modersprak Lat mi´t nömn un lat mi´t ropen Vaderhus, du hellig Sted Modersprak, du frame Red Schönres klingt dar niks tohopen Vaderhus un Modersprak beste twee vub alle Gaben Müß dar niks so schön, so schön mehr as Gold un Edelsteeln liegt in disse Wör´ vergraben Vaderhus un Modersprak Kinnerglück un Oellernfreuden Ach, wer köff se wull för

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | 1924


Vale Universitas Bursa und Taberne!

Vale Universitas, Bursa und Taberne! Blumen dringen durch das Gras und uns lockt die Ferne. Zwar faßt unser fahrend´ Gut leicht ein winzig´ Tüchlein doch was schad´s? Was not uns tut, schafft das Zaubersprüchlein: Sumus de vagantium ordine laudando. Petimus viaticum porro properando Abbas illustissimus ist in jungen Jahren auch als vagans clericus durch das Land gefahren. Drum winkt er

Studentenlieder | Wanderlieder | 1900


Valet valet zum Tor hinaus

Valet, valet zum Tor hinaus Behüt dich Gott, du schnödes Haus Behüt dich Gott, du falsche Welt! Ich bleib so lange mir´s gefällt ich bleib so lange mir´s gefällt. Und da sie vor das Tor ’nauskam Soldatenkleider zog sie an Die Kleider stunden ihr so zier wie einem jungen Kavalier wie einem jungen Kavalier Es daur’t nicht lang, war eine Schlacht zu einem Fähnrich ward sie

Frauenlieder | Soldatenlieder | , | 1900


Valet will ich dir geben

Valet will ich dir geben du arge, falsche Welt Dein sündlich, böses Leben durchaus mir nicht gefällt Im Himmel ist gut wohnen hinauf steht mein Begier da wird Gott ewig lohnen dem, der ihm dient allhier Rat mir nach deinem Herzen, O Jesu, Gottes Sohn! Soll ich hier dulden Schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon! Verkürz mir alles Leiden, Stärk

Geistliche Lieder | 1613


Van eynem eddelen forſten

Van eynem eddelen forſten Hebbe ik nyge mere gehort, Dem will na eren dorſten, God mach eme helpen vort. Hertich otte, de junge man, De gripet ſyne ſake Tomale hertliken an. Du ſcalſt nicht vortzagen, Du eddele forſte gud, De heren van dy tagen, Du voreſt enes lowen mud. Hebbe vor ogen den ſchepper dyn. [Hefſtu] god an dyne hulpe

Mittelhochdeutsch | 1450


Vater du in Himmelsauen (Gebet)

Vater, du in Himmelsauen Höre deiner Kinder Fleh´n! Dir, du Heil´ger, wir vertrauen ob um uns die Stürme grauen: Nimmer werden wir vergeh´n. Vater, du der Gnaden Quelle, Du bist ewig unser Hort! Wer dich liebt, der schauet helle Durch des Lebens wilde Welle Bis zum sichern Ruheport. Vater, du vernimm die Lieder, Die dir singen Lob und Ruhm! Blicke

Geistliche Lieder | | 1821


Vater getroffen

„Beinahe hätte ich gestern deinen Vater getroffen!“ „Beinahe, wieso?“ „Na, dein Vater ist doch Dienstmann und hat Nummer 33, und der, den ich gesehen habe, hatte Nummer 32.“ —   in Lacht Euch Laune (1925)

Witzesammlung | | 2011


Vater ich rufe dich! (Gebet während der Schlacht)

Vater, ich rufe dich! Brüllend umwölkt mich der Dampf der Geschütze sprühend umzucken mich rasselnde Blitze Lenker der Schlachten, ich rufe dich! Vater du, führe mich! Vater du, führe mich! Führ mich zum Siege, führ mich zum Tode Herr, ich erkenne deine Gebote Herr, wie du willst, so führe mich! Gott, ich erkenne dich! Gott, ich erkenne dich! So im

Geistliche Lieder | Soldatenlieder | | 1813


Vater kröne du mit Segen (unsern König)

Vater, kröne du mit Segen unsern König und sein Haus Führ durch ihn auf deinen Wegen herrlich deinen Ratschluß aus Deiner Kirche sei der Schutz Deinen Feinden biet er Trutz Sei du dem Gesalbten gnädig Segne, segne unsern König Rüst ihn mit des Glaubens Schilde Reich ihm deines Geistes Schwert, daß Gerechtigkeit und Milde Ihm des Friedens Heil gewährt. Mach

Geistliche Lieder | Kriegserziehung im Kaiserreich | | 2009


Vater Mutter Schwestern Brüder

Vater, Mutter, Schwestern, Brüder hab ich auf der Welt nicht mehr kehrt ich auch zur Heimat wieder fänd ich alles öd und leer Ja, wenn nur noch eins am Leben das sollt eine Freude geben O wie süß und o wie schön wär ein solches Wiedersehn In der Reichsstadt traf ich neulich einen dicken Schenkwirt an „Freundchen“, rief er, „nicht

Heimatlieder | , , | 1913


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)