Volkslieder von A-Z



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Uam lua, faat an!

Uam lua, faat an! Amsterdam, Rotterdam, halt ran! Schidam, Genever in de Kann pull an! Janne de Diern, de dicke Diern haal an! Anne Kathrin, wies mi dien maak fast. von Mecklenburger Seeleuten beim Anbringen der Bugplanken gesungen, aufgezeichnet von Gosselck, 1927, nach: Schürz Dich Gretlein – DVA A 88585

Lieder zur See | Shanty | 1927


Üb immer Treu und Redlichkeit

Üb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab, Und weiche keinen Finger breit Von Gottes Wegen ab Dann wirst du wie auf grünen Au´n Durch´s Pilgerleben geh´n Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n dem Tod ins Auge seh´n. Dann wird die Sichel und der Pflug In deiner Hand so leicht, Dann singest du beim Wasserkrug, Als wär

Lieder von Alt und jung | Weisheit | , | 1775


Üb immer Treu und Redlichkeit (Weberversion)

Üb immer Treu und Redlichkeit Bis an dein kühles Grab Und schneid nicht mehr als dritthalb Ell´n Von einer Kette ab Dann wirst du wie auf grünen Au’n dein Weberleben gehn Dann kannst du ohne Furcht und Grau’n Dem Jud ins Auge sehn. Dem Bösewicht wird alles schwer Er schneid‘ fünf Ellen ab Er war bei Meistern in der Lehr

Weberlieder | 2006


Über allen Gipfeln ist Ruh (Wanderers Nachtlied)

Über allen Gipfeln ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch. Text: Goethe , 7 September 1783 auf dem Kickelhan bei Ilmenau – Melodie: Friedrich Kuhlau (1786 – 1832) , auch M. Hauptmann und Franz Schubert Weitere Strophen von J. Falk ( in Alpenrose , 1924) –

Abendlieder | 1783


Über Berg und Tal rauscht a Wasserfall

Über Berg und Tal rauscht a Wasserfall huldio holdio i ri die o dort ist in der Mitten eine kleine Hütten huldia ri di huldio Dort sitzt mein Schatz auf dem Rasenplatz ralahiha hihahiha holdio tut mi freundli grüßen mit viel tausend Küssen ralahiha hihaho Über Berg und Tal rauscht a Wasserfall dort meine Senn´rin wohnt auf der Alpe thront

Frühlingslieder | Liebeslieder | 1900


Über das Mönch- und Nonnenspiel

Am Schlusse seiner Abhandlung gelangt Dr. Bolte zu der Annahme: „daß das Mönch- und Nonnenspiel die Grundlage zum Kinderspiel vom Herrn von Ninive sei. Dem muß man beistimmen. Damit ist aber noch nicht erwiesen, daß das Mönchs- und Nonnenspiel, auf welches die ältesten Drucke sicher zurückführen, der ursprüngliche Inhalt des Kinderreims gewesen ist. Ich halte das Kinderlied für viel älter

Volkslied-Forschung | 1895


Über den Sternen (Grabgesang)

Über den Sternen wohnet Gottes Stille und Siegespalmen winken den Gerechten Chöre der Sel‘ gen singen des Empfanges heilige Hymnen. Uns bleibt die Trauer hier an deinem Grabe; doch preist sie glücklich dich in dunkler Kammer Deiner, o Selger, denken wir in Segen schlummre in Frieden! Himmlische Wonnen lohnen edle Taten sie harren deiner in dem Reich der Sphären Schlummre in Frieden, und

Geistliche Lieder | Grabgesänge | 1813


Über die Felder Soldaten ziehen

Über die Felder Soldaten ziehen klingen die Lieder und locken mit weit in die Welt Legionen reiten die zu der Fahne stehn treu im Kampf Sieh wie die Feinde und Rebellen jetzt weichen unsrer Siegesmacht Und r´li und r´lan Wir stürzen alle die morschen Festen Rapataplan dröhnt der Trommelschlag Uns bleiben Ruhm und die große Achtung siegreiche Schlachten viel Feind

Soldatenlieder | 1932


Über die Heide braust der Wind (Zigeunerlied)

Über die Heide braust der Wind Hoiho! der säubert die Haare Wenn ich mit Pack und Weib und Kind Kreuzquer darüber fahre Meine Hann´, das lahme Luder, schläft Der andere hilft drücken Der derbe dritte aber heult Meiner Alten auf dem Rücken Die zieht mit mir und schimpft mit mir Vor dieser verfluchten Karre So keuchen wir durch Moor und

Vagabundenlieder | , | 1904


Über die Heide geht mein Gedenken (Winter)

Über die Heide geht mein Gedenken Annemarie, nach dir, nach dir allein Über die Heide möchte ich wandern Annemarie, bei dir zu sein. Über die Heide flogen die Schwalben Annemarie, sie grüßten dich von mir Über die Heide riefen die Raben Annemarie, Antwort von dir Über die Heide pfeifen die Winde Annemarie, und alles ist voll Schnee Über die Heide

Liebeskummer | 1911


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)