Volkslieder von A-Z



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Rab Rab gräme dich

Rab Rab gräme dich Rab Rab schäme dich Hast ja einen schwarzen Frack und bist doch ein Bettelsack in: Macht auf das Tor (1905)

Lieder von Arm und Reich | 1905


Radfahrer und Dolch

Was ist der Unterschied zwischen einem  Radfahrer und einem Dolch ? — Ein Radfahrer hat eine Sportmütze und am Dolch ist eine Mordspitze. Unter Scherzfragen – in Lacht Euch Laune (1925)

Witzesammlung | 2011


Rammerlied II

Jetzt hamma ins zan Schleggln gricht der Schlegl hat a saggrisch Gwicht Hoch auf! und no oans drauf! Den zwoatn hoch, den dritten nach Er muaß hinein, durch Sand und Stein durch Stein und Sand, fürs Vaterland! Und oamal auf, und zwoamal drauf und dreimal hoch und viermal nach Hoch auf!…. Ich siach an Mo, der ziagt net o, den

Arbeitslieder-Handwerkerlieder | | 1956


Raritäte sein ßu sehn schöne Raritäte!

Raritäte sein ßu sehn, schöne Raritäte! Hab sie allen Leut gezeigt in die gruße Städte! Offizier und Musketier, Jungfräulein und Kavalier, Lauter schöne Leute! Raritäte sein ßu sehn, allzu rare Saken: Wie die Leut auf Köpfe gehn und sick lustick machen. Krumm und lahm und groß und klein, Schöngeputzte Männerlein. Präcktick anßuschaue! Eine gruße Danßeplatz mit viel Musikante jeder da

Moritaten | 1790


Rasch stehn wir vom Lager auf

Rasch stehen wir vom Lager auf eilen fort im schnellen Lauf wenn der erste Strahl erblinkt er hinaus ins Freie dringt Juchheidi juchheida….. Unten dampfen Tal und Feld oben glüht des Waldes Zelt und des Jägers erster Schuß bringt uns seinen Morgengruß Juchheidi juchheida….. Da erhebt sich hoch empor aus dem vollen Jugendchor frischer, froher Liederklang recht aus innerm Herzensdrang

Wanderlieder | 1913


Rat Lieb bericht mir eben (Wer ist der Rechte?)

Rath, Lieb, bericht mir eben was jetzt mein Frag wird sein? Zwen Jüngling thäten streben nach einem Jungfräulein Sie warn all beid dermaßen mit Lieb verwundet hart daß keiner wollt nachlassen keiner sein Fleiße spart Ob solcher Lieb sie schworen einander oft den Tod drum ihr Freund den Rath koren zu wenden Gfahr und Noth Die Jungfrau sie anschreiten daß

Liebeslieder | | 1611


Ratschintschin die Revolution

Ratschintschin, ratschintschin Kriwali krawali krum! Die Revolution! die Revolution! Blut muß fliessen knüppeldick Vivat hoch die Republik Sechsunddreißig Jahre währt die Knechtschaft schon nieder mit den Hunden von der Reaktion (Wien 1865 , Anstich- oder Randalierlied der Studenten)

Politische Lieder | Studentenlieder | 1865


Rattenschwanz

Wieviel Rattenschwänze braucht man, um von der Erde bis nach dem Himmel klettern zu können ? — Einen einzigen, wenn er lang genug ist. Unter Scherzfragen . in Lacht Euch Laune (1925)

Witzesammlung | 2011


Rau Rau Revolution!

Rau Rau Rau Rau Revolution! Revolution! Riaho Riaho Revolution! (DVA A 19 503 , Lichtensteig , Schweizer Archiv 1625 )

Politische Lieder | 1920


Rau rau Rommelsdöppen!

Rau, rau, Rommelsdöppen! Morgen gelt et´n Reigen höppen. Drop un dran, Jongen, dran: Fastelovend kütt heran. Text und Musik: Verfasser unbekannt – vom Niederrhein in: Schürz Dich Gretlein — Ringel Rangel Rosen (1913)

Karnevalslieder | 1900


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)