Volkslieder von A-Z



Q

Quack quack owe enaus

Quack, quack, owe enaus, mer hebe die junge Velche aus, die blodde wie die blende, de Strauß wolle m´r fände; quack, quack aus, drei Eier eraus, sechs in die Pann, e halb Dutzend wolle m´r han, e halb Pund Speck, eher geh´ mer net vor de Hausdär ewegg! Die Sonn geht zu Abend, wir haben noch weit zu gehn, und

Brauchtum | 1900



Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)