Volkslieder von A-Z



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Ka Diandle das mag mi net (Der Tost)

Ka Diandle das mag mi net singen das kann i net Z´Bergsteigen trau i mi net drum hab i halts G´fret drum hab i, drum hab i drum hab i halt´s G´fret Die Häuschen is an net ´zahlt pfändt´ hams mi a schon bald der Nanerl, der bin i z´alt drum hat´s mir was g´malt Zum Halten ham´s mi ausg´lost

Liebeskummer | 1900


Kaffee komplett

Welches Tier gibt den Kaffee komplett? — Die Ziege, sie gibt erstens die Bohnen, zweitensdie Milch, und wenn man sie sticht, macht sie noch´n Zucker. Unter Scherzfragen – in Lacht Euch Laune (1925)

Witzesammlung | 2011


Kaffee oder Tee

Wer hat es besser, Kaffee oder Tee? Der Kaffee, er kann sich setzen, der Tee muß ziehen. Unter Scherzfragen – in Lacht Euch Laune (1925)

Witzesammlung | 2011


Kaiser Wilhelm friedlich weise (Kriegslied-Chronik 1914)

Kaiser Wilhelm friedlich weise war auf seiner Nordlandreise an Norwegens Felsenstrand Mitternachtensonnenschimmer leuchtet übers Meer wie immer wie es männiglich bekannt Und zugleich der Präsidente Frankreichs sich vom Zaren trennte den er eben noch besucht Beide meinten giftgeschwollen “Deutschland wir zu Leibe wollen das sei unsres Bundes Frucht!” “Neunzehnhundertsechzehn müssen wir uns beide fertig wissen zu marschieren auf Berlin Und

Soldatenlieder | | 2009


Kaiserpreissingen deutscher Männerchöre (1903)

Kaiser rügt Liedauswahl Nach dem Schluß des 2. Kaiserpreissingens deutscher Männerchöre in Frankfurt a. M. rügt der Kaiser in Gegenwart des Kultusministers Dr. Studt die Dirigenten, unter ihnen viele Lehrer, u. a. wegen unzulänglicher Liedauswahl. Auszüge aus dieser Rede vom 6. Juni 1903: Ich möchte dringend davor warnen, daß Sie nicht etwa auf den Weg treten, es philharmonischen Chören gleichzutun. Meine Ansicht

Volkslied-Forschung | 1903


Kamerad du gehst

Kamerad, du gehst, aus Elend, Not und Grauen, ein neues Leben dir zu bauen im grauen Nebeldunst der Zeit. Es werden Freundesherzen weit und offen dir entgegenschlagen. Du hörst so manche Stimme klagen, und Freunde schau´n dir sinnend nach, was dich wohl nur entehren mag? Du wirst dir alle Herzen binden, wird man als Kamerad dich finden. Kamerad, du gehst.

Lieder aus Konzentrationslagern | 1938


Kamerad ich bin geschossen

Kamrad ich bin geschossen die Kugel hat mich getroffen führe mich in mein Quartie daß ich gleich verbunden werd Kamrad ich kann dir nicht helfen helfe dir der liebe Gott selber helfe dir der liebe Gott morgen früh marschiern wir fort Morgen früh um halber viere da müssen wir Soldaten marschieren marschiern wir zum Tor hinaus schönster Schatz komm zu

Soldatenlieder | 1856


Kamerad nun laß dir sagen

Kamerad, nun laß dir sagen Kamerad, nun sei bereit Horch, die Trommel hat geschlagen: Auf zum Streit, auf zum Streit Aus ist der Traum, jetzt heißt´s marschieren heißt sein wen´ges Leben zu verlieren rot ist jeder Wolke Saum Rot und das soll Tod bedeuten Kamerad, so denk daran Gilt das allen jungen Leuten ob der Bahn Was meinst du, wen

Soldatenlieder | 1914


Kamerad spiel auf der Lenz hebt an

Kamerad spiel auf der Lenz hebt an ich sah ein Hälmlein sprießen ein Zweiglein, auch mit Knospen dran der Sonnenschein ist wohlgetan Der Lenz, und der ist priesen, ja priesen Es will mein Herz den ganzen Tag nach bayrisch Land wallfahrten wo mir das Mädel weinen mag wenn wieder süßer Amselschlag mit Liedern füllt den Garten, den Garten Was kann

Liebeskummer | Soldatenlieder | 1915


Kameraden auf dem Kriegespfad (Alte Kameraden)

Kameraden auf dem Kriegespfad schlossen Freundschaft wir so fest und treu Ob in Kampf oder Pulverdampf stets zusammen híelten wir auf´s neu Zur Attacke ging es Schlag auf Schlag Ruhm und Ehr soll bringen uns der Krieg Auf, Kameraden, frisch wird geladen Horcht, es braust die Schlachtmusik Nach der Schlacht bezog das ganze Regiment das Quartier im nächsten Dorf, potzelement Ja beim Wirte gab´s Geflirte Mit

Soldatenlieder | | 1983



Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)