Volkslieder von A-Z



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Ja am Alex steht ein festes Haus

Ja am Alex, ja am Alex steht ein festes Haus wer einmal hineingeraten kommt so leicht nicht raus Ja,ja,ja, ach ja ´s ist traurig aber wahr nein, nein, nein, ach nein für immer da kann das nicht sein Der Dragoner mit dem Schlüssel rasselt vor der Tür eine Maid mit bleichen Wangen kommt so leicht nicht raus Ja,ja,ja, ach ja

Gefangenenlieder | Lieder aus Konzentrationslagern | 1934


Ja bei Orleans ist´s geschehen

Ja bei Orleans ist´s geschehen daß der Bayern tapferer Degen die Franzosen hat gejagt Gen´ral von der Tann, der edle Ritter schlägt ihre Heere ganz in Splitter hat gewonnen diese Schlacht Früh am zehnten Oktobris eben ward sich auf den Marsch begeben stund der Feind bei Artenay Hurra drauf! Mit Sturm genommen war der Ort, davon gekommen ist kaum einer

Soldatenlieder | , | 2009


Ja frühmorgens zwischen vier und fünfen (1923)

Ja, frühmorgens zwischen vier und fünfenDa öffnet sich das Brandenburger TorDie Händ´ am Rücken festgebundenTritt Robert Blum mit festem Schritt hervor Die schweren Ketten rasseln an seinen HändenSein treuer Freund, der ihm zur Seite stehtDer Henkersknecht steht in der MitteEr liest ihm jetzt sein Todesurteil vor “Ja, meine Herrn, ich bin bereit zu sterbenIch geb  mein Leben für die Freiheit

Robert Blum Lieder | 2010


Ja ja Prozesse müssen sein (Der Prozeß)

Ja, ja, Prozesse müssen sein! Gesetzt, sie wären nicht auf Erden, Wie könnt alsdann das Mein und Dein Bestimmet und entschieden werden? Das Streiten lehrt uns die Natur. Drum, Bruder, recht’ und streite nur. Du siehst, man will dich übertäuben; Doch gib nicht nach, setz alles auf, Und laß dem Handel seinen Lauf; Denn Recht muß doch Recht bleiben »Was sprecht Ihr,

Gedichte | 1746


Ja ja sell glaub´ i Bettelleut´ ham´s gut

Ja, ja, sell glaub iBettelleut’ ham´s gut, ham´s gutJa, ja, sell glaub iBettelleut ham´s gutSetzen a Masse Kinder in die Weltzahlen dafür ka Schulgeld Ja, ja, sell glaub iBettelleut’ ham´s gut, ham´s gutJa, ja, sell glaub iBettelleut ham´s gut´s fallt ihne ka Ziegel vom Dach´s lauft ihne ka Bettelmann nach Ja, ja, sell glaub iBettelleut’ ham´s gut, ham´s gutJa, ja,

Vagabundenlieder | | 2012


Ja unsere deutschen Waffen die sind gut

Ja unsere deutschen Waffen die sind gut Säbel zum Fechten, die sind aus echtem Solinger Stahl geschmie´dt ei wie der zieht Und unsre Lanzen fürchtet der Franzos´ und unsere Flinten lädt man von hinten da schießt sich´s gut damit auf Ruß und Britt´ Und die Kanonen treffen auch nicht schlecht Franzosenartillerie schießt zwar auch spät und früh Doch die ist

Soldatenlieder | 1916


Ja wehe euch ihr Bonzen (Bolle)

Ja wehe Euch Ihr Bonzen der kleine Mann steht auf es geht ja um sein Lebendas Ihr ihm habt geklaut er holt es sich zurücke ob lebend oder tot.Damit einmal ein Ende hat alle seine Not Am Samstag, ja da gab esdie große Keilereiund alle Macht dem Volkemillionenfacher Schreiwir wollen die Güter nützenwo der Bonz´ die Hand drauf hält.Zum Leben

Freiheitslieder | 2012


Ja wenn der Steffel reden kunnt (Lied vom Stephansturm)

Ja wenn der Steffel reden kunnt was wüßt er zu erzählen er, dem im ganzen Wienerrund sich gar nichts laßt verhehlen der alle die Geschlechter schaut entstehen und vergehen und dem ein jedes anvertraut all seine List und Wehen In Türken und Franzosennot und allen Kriegesschauern und als der grause schwarze Tod gehaust in unsern Mauern wie sah da jeder

Heimatlieder | Landeshymnen | 1913


Ja wütet nur Henker

Ja, wütet nur Henker Und tobet wie toll Nährt Spitzel und steckt die Gefängnisse voll! Wir wollen uns im Kampfe Die Freiheit erwetten. Zerreißt, Zerreißt, Zerreißt Eure Ketten! Den Weg zur Befreiung Nimmt unser Lauf; Wir nehmen dafür selbst Den Kerker in Kauf. Ihr werdet die Geister Der Freiheit nicht bannen; Drum Tod, drum Tod, drum/Tod Den Tyrannen. Doch endlich

Freiheitslieder | 1909


Ja zu Pfingsten will ich freien

Ja zu Pfingsten will ich freien, larida schöner wandert sich´s zu zweien, larida schöner ist´s zu zweien singen, larida und im Reigen sich zu schwingen, larida Schöner ist´s zu zweien träumen unter blütenweißen Bäumen Ei wie will ich mit ihr scherzen und sie halten treu im Herzen Reicht mir ihre Hand die Holde husch, ein Ringlein dran von Golde jeden

Frühlingslieder | Liebeskummer | 1924



Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)