Volkslieder von A-Z



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Ha, Ri, Ro – der Sommer der ist da

Ha, Ri, Ro – der Sommer der ist da Bretzel, Wein, Guldewein alle gute Sache ´nein Stab aus! Stab aus! Die Hühner lege die Eier aus sie legen in ein Loch da finne mer se doch Ha, Ri, Ro – der Sommer der ist da nach: Schürz dich, Gretlein – DVA E 13715 (Heppenheim, Hess. Darmstadt, 1864)

Sommerlieder | 2006


Ha! Ha! Ha!

Ha! Ha! Ha! Unsern Jubel ruft das Echo uns zurückLaßt und fröhlich sein und lachendenn nicht ewig währt das Glück L. Cherubini (1760 – 1842)

Kanons | 2005


Haare schneiden

Müller mußte, da er auf der Straße auffiel, endlich zum Haarschneiden gehen. Im Geschäft zum Gehilfen: „Ich glaube, Sie waren es, der mir das letztemal die Haare geschnitten hat!” „Bedauere sehr, mein Herr, ich bin erst seit drei Jahren hier l” in Hilfe mein Zwerchfell (1928)

Witzesammlung | 2011


Hab auf Erden manchen Freund

Hab auf Erden manchen Freundder es redlich mit mir meint;aber keiner meint´s so gutwie der Moselwein es tut.Glänzt im Glas er helldenk´ ich auf der StellBist mir der Liebste von allen, Gesell!     Hab’ ein Weibchen auch so zartund so recht von deutscher Art;meines Herzens Hochgenussist ihr trauter Gruss und Kuss.Aber Moselweinwenn er rein und fein,kann dich zu Zeiten fast lieber

Essen und Trinken | 2006


Hab di amol bloß g´segn

Hab di amol bloß g´segn an Blick und´s war aus und seit der Zeit her war ka Ruh mehr im Haus ins Feld bin i gezog´n ´s hat müssen so sein Denn der Kopf g´hört dem Kaiser doch´s Herz war dein Ja, wir ham uns beim Abschied die Händ´ noch amal g´reicht das Herz hat mir geblutet die Äuglein waren

Liebeskummer | Soldatenlieder | 1915


Hab i ´s nit gsagt zu dir (um halba neuni)

Hab i ´s nit gsagt zu dir Kimm heut Nacht zu mir Wenn glei der Vater schlaft Und koan Hund mehr wacht Um halba neuni Kimm nur, mein liaba Bua Druck nur an bei der Tür Nacha kimmst eini Um a halba neuni Du bist a feina Hecht Woast dir´s zum Helfen schlecht Du möchst witzig sein Und gehst so

Erotische Lieder | 1908


Hab i mei Messa beim Metzga

Hab i mei Messa beim Metzga beim Ess´n auf´m Teller vergess´n in: Macht auf das Tor (1905)

Allgemein | 1905


Hab i mein Weiz in d’Leitn gsaat (Böhmischer Wind)

Hab i mein Weiz in d´Leit´n gsaat, Leit´n gsaat hat mern der böhmische Wind verwaht Böhmischer Wind, i bitt di scheh, bitt di scheh loß mer mei Weiz auf der  Leit´n stehn Wenn i ka Geld im Beitl hab, Beitl hab geh i in’Wald, schneid Reiser ab No geh i ham, mach Besn draus, Besn draus krich i bald wieder

Lieder von Arm und Reich | Tanzlieder | | 1900


Hab ich schon ein scheeles Aug

Hab ich schon ein scheeles AugFalderideraBekomm ich doch ein hübsche FrauFalderideraUnd ein mancher hat zwei gute AugenFalderiderallalamuß doch schon durch Brillen schauenFalderidera Hab ich schon eine lahme Handdas ist mir doch keine Schandund ein mancher hat zwei gute Händemach der Arbeit gleich ein Ende Hab ich schon ein krummen Fußweiß ich daß ich hippen mußund ein mancher hat zwei grad

Scherzlieder | 2011


Hab ich´s mir nicht längst gedacht

Hab ich´s mir nicht längst gedacht sitz ich an der Wiegen hab den Wedel in der Hand wehr damit die Fliegen wenn die Leut´ spazieren gehn muß ich an der Wiege stehn muß da machen: knick, knick, knack schlaf, du kleiner Habersack Text: Verfasser unbekannt, zuerst in “Des Knaben Wunderhorn” 1808 u. a. bei Liederbuch des deutschen Volkes (1843) – Pocci

Frauenlieder | | 1808



Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)