Volkslieder von A-Z



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Fädchen Fädchen wie ein Rädchen

Fädchen Fädchen wie ein Rädchen dich um deinen Anfang winde daß man dich als Knäuel finde Fädchen Fädchen wie ein Rädchen löse dich von innen wieder beim Gesang der muntern Lieder Fädchen Fädchen nun verbinde mit dem Anfang sich das Ende daß man so das Spiel beende Text und Musik: Friedrich Fröbel – Spielanleitung: „Kette, die sich um das vorderste

Kinderlieder | 1914


Fahndung

Ein gefährlicher Verbrecher wird von der Polizei gesucht. Der Erkennungsdienst läßt nach dem Verbrecheralbum in verschiedenen Stellungen sechs Bilder des Gesuchten anfertigen und verschickt die Kopien an alle Polizeidirektionen. Drei Tage später läuft ein Telegramm aus einer Provinzstadt ein: „Fünf Verbrecher gefangen, sind dem sechsten auf der Spur.“ in Hilfe mein Zwerchfell (1928)

Witzesammlung | | 2011


Fahnen heraus und Wimpel und Bänder (Sieg!)

Fahnen heraus und Wimpel und Bänder Reißt aus den Schränken die Festtagsgewänder jauchzet, ich Glocken, ihr Berge flammt auf Reicht Euch die Hände wie Schwestern und Brüder Kniet vor dem Herrn der Heerscharen nieder Jubelt den Dank zu dem Höchsten hinauf Sieg! Sieh! Sieg! Trocknet die Tränen, ihr trauernden Frauen Euere Helden, die herrlichen, schauen freudig und segnend auf Euch

Soldatenlieder | | 1916


Fahr mer net über mein Äckerle

Fahr mer net über mein Aeckerle fahr mer net über mein Wies oder ich prügle di wägerle Hansel i prügle di gwiß Text und Musik: Verfasser unbekannt – vielfach mündlich aus Schwaben und aus der Schweiz (Wägerle = wahrlich wahrhaftig) in Deutscher Liederhort (1856)

Bauernlieder | 1856


Fahr Schiffer mich nach Bacharach

Fahr, Schiffer, mich nach Bacharach nach Bacharach am Rhein! Vergessen ist jetzt Weh und Ach ich schüttle von mir Müh´ und Plag und trink den goldnen Wein zu Bacharach, zu Bacharach am Rhein, am Rhein. Wohl herrlich ist’s zu Bacharach zu Bacharach am Rhein, das wussten auch die Römer schon drum bauten sie den Götterthron und kränzten ihn mit Wein

Heimatlieder | 1883


Fahr wohl du goldne Sonne

Fahr wohl, du goldne Sonne du gehst zu deiner Ruh und voll von deiner Wonne gehn mir die Augen zu Schwer sind die Augenlider du nimmst das Lied mit fort Fahr wohl! Wir sehen uns wieder hier unten, oder dort Und trägt des Tods Gefieder mich statt des Traums empor so schau ich selbst hernieder zu dir aus höh´rem Chor Ich

Abendlieder | Lieder vom Tod | 1866


Fahr wohl du grauer Werkeltag (Paulinzelle)

Fahr wohl du grauer Werkeltagich will mir Freizeit kiesendieweil am Weg im Weißdornhagdie frischen Blüten spießenDen Wanderstab! Ich fahr ins Landzu St. Paulinas Zelledort winkt am grünen Waldesrandmanch fröhlicher Geselle Von Hörschel bis nach Blankensteinkam ich, durch´s Land zu wallenvom Berg zu Tal, vom Quell zum Steindurch Tann- und Buchenhallenwie Paulinzelle hat kein Talmir traut gelächelt wiederdrum steig ich froh

Wanderlieder | | 2008


Fahr´n wir so gemütlich auf der Pferdebahn

Fahr´n wa so jemütlich uff de Pferdebahn det eene Pferd, det zieht nich det andre, det is lahn der Kutscher kann nich fahren der Konduktör nich sehn und alle fünf Minuten bleibt die Karre stehn Et sitzt sich so jemütlich in de Pferdebahn Stillvergnügt und friedlich fängt man Bekanntschaft an so dicht heranzurücken an nette junge Herrn das Drängeln und

Couplet | Scherzlieder | 1885


Fahre Schifflein schnelle auf der weiten Welle

Fahre Schifflein schnelle auf der weiten Welle übers Wasser hin Hu – der Wind bläst mächtig daß die Segel prächtig unser Schifflein ziehn Weiter immer weiter Fischlein sind Begleiter Fischlein groß und klein Aus der Tiefe kommen alle sie geschwommen hinterm Schifflein drein Text und Musik: Verfasser unbekannt – keine Angabe in Lieder- und Bewegungsspiele (1922)

Kinderlieder | 1922


Fahrend bin ich gezogen

Fahrend bin ich gezogen durch´s heil´ge römische Reichgab´s immer was zu trinken, das andere war mir gleichHerr Wirt, reicht mir den Becher, wir wollen lustig seinwir wollen tanzen und kosen mit holden MägdeleinDas Leben währt nit lange, ob es ohn´ End auch ´scheintes naht zu schnell das Alter, der Freide größter FeindZu geistlichen Gesängen ist dann noch Zeit genungwir singen

Weitere Volkslieder | | 2008


Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)