Volkslieder von A-Z



E

E bissele Lieb und e bissele Treu (1832)

E bissele Lieb und e bissele Treu und e bissele Falschheit ist alleweil derbei Die Kirsche send zeitig die Kirsche send gut und wenns Mädle vorbei goht so lupft mers de Hut Do drunte-n im Tale gehts Bächle so trüb und i kann ders net hehle i han de so lieb Wenn i wisperl , wenn i schrei und du

Liebeskummer | 2012


E Johr eß vergange (Ov krüzz oder quer)

E Johr eß vergange, e Johr eß am EngkMer weiß, wat e Jöhrchen off nimmb und off brängk.Dem Ein dhät et fluppe, dä Andre hatt’ Pech,Et Schicksal dat frög nit, ov Hähr oder Käch.Doch meer sin noch löstig, juchheißa juchhe,Denn wör‘ mer nit löstig, dann wör’ mer nit hee!Dröm en de Freud eren, ov jung ov alt,Un jeder singk bis

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | 2011


E klääner Mann

War emol e klääner Mann, hää juchhää! Klänner Mann hat e großi Fraa, hädderädä bummsassa, klänner Mann hat e großi Fraa, häddäräddädä! Fraa wollt uff die Kerwe geh, klänner Mann wollt aa mitgeh. Nää, du musch dehääme bleiwe, musch chissel un Deller reiwe! Als die Frau nach Hause kam: Klänner Mann, hasche viel geda(n)? Ei, ich hammer Eier geback, un

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | 1500


Eben sank die Sonne nieder

Eben sank die Sonne nieder Und nun wird es Abend wieder Kühle Luft beginnt zu wehn Süße Labung träufelt nieder Und es badet sich im Tau Halm und Blum in Feld und Au Stille wird es und es dunkelt Und der Abendstern schon funkelt Alles ist schon müd und matt Alles suchet Ruh und Frieden Nur die Nachtigall noch wacht

Abendlieder | | 1874


Echte Maurer finden einen sichern Lohn

Echte Maurer finden einen sichern Lohn edle Taten winden ihnen Kränze schon Sinkt ein Schwacher nieder in der Weisheit Lauf helfen stärkre Brüder schnell ihm wieder auf Menschliches Erbarmen macht den Hunger satt hilft dem blöden Armen gern mit Rat und Tat Text und Musik: Verfasser unbekannt

Geistliche Lieder | 1801


Edelmann Bettelmann

Doktor Pastor Edelmann BettelmannDoktor Pastor Edelmann –Bettelmann –Doktor – Pastor – Bierbrauer – Bäcker – Schweinemajor   Durch dieses Sprüchlein beim Abzupfen der Blütenblätter der großen und auch kleinen Gänseblume wollen die Mädchen den Stand ihres Zukünftigen erfahren. So steht´s bei Lewalter , mündlich aus Kassel 1911 , Nr. 116

Allgemein | 2008


Edelweiß am Wetterhute (Bergsteigerlied)

Edelweiß am Wetterhute wie das gleißt im Sonnenschein Bei der Freiheit edlem Gute halten wir die Herzen rein Freiheit – Scherz, reines Herz muß ein Birgsmann haben Auf den leisen Klettersohlen in dem allersteilsten Fels Feigheit soll der Teufel holen Steinschlag brennt uns auf den Pelz Faust und Fels, dicken Pelz muß ein Felsmann haben Fest die Faust am Pickelschafte

Bergsteigerlieder | Ski-Lieder | 1932


Edle Freiheit du mein Leben

Edle Freiheit du mein Leben wie betrübt gehst du dahin stets in Trauer muß ich schweben weil ich ein Soldat noch bin Jung bin ich dazu gekommen was hat mich dazu gebracht weil ich Handgeld hab gentommen und die Freiheit so veracht´ Und in meinen jungen Jahren liebt ich den Soldatenstand jetzt bekomm ich graue Haare weil ich ein Soldat

Soldatenlieder | 1915


Edle Himmelsgabe (Dem Bierstoff)

Edle Himmelsgabe stärkende fleissige Kraft du bist die beste Labe du brauner Gerstensaft Ich fühl mich sanft gehoben es liegt Gemüt in dir laß andre Andres loben ich lobe mir das Bier Denn wie das Bier, so lieblich und so mild hat noch kein Trunk mir den Durst je gestillt Treu und keusch im Minnen Dichter und Denker sind wir

Studentenlieder | Trinklieder | 1910


Eduard und Kunigunde

Eduard und Kunigunde liebten treu und zärtlich sich Sehnlich harrten sie der Stunde Wo das Licht der Sonne wich O dann blüthen ihre Freuden Durch der Liebe Wonn´ Genuß und kein herber Kelch der Leiden Mengte sich in ihren Kuß Doch der Drang nach Reichtum stürzte Nur zu bald dies große Glück Das was ihre Tage würzte Schwand nun schnell

Küchenlieder | Liebeskummer | Lieder von Arm und Reich | 1820



mp3 anhören CD buch

Deutsche Volkslieder

Jacob Grimm sah das wesentliche Merkmal aller Volkspoesie darin, daß sie nicht von einzelnen und namhaften Dichtern hervorgegangen, vielmehr unter dem Volk selbst, im Munde des Volkes entsprossen sei. Also nicht ein einzelner, sondern die Gesamtheit, der Volksgeist selber dichtet die Volksgesänge: sie sollen sich „sozusagen von selber an- und fortgesungen haben“. Und für den neugierigen Frager, der diesen Vorgang gedeutet wissen wollte, hatte er die Antwort: „Über die Art, wie das zugegangen, liegt der Schleier des Geheimnisses gedeckt, an das man Glauben haben soll.“ (Jac. Grimm, Über den altdeutschen Meistergesang, Göttingen 1811, Vorrede.)