Zeitgeschehen


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Betrifft “Hamburger Swing-Kreise”

Nunmehr muß ich ergänzend mitteilen, dass … die Hot- und Swing-Demonstrationen jugendlicher anglophiler Kreise in Hamburg inzwischen staatsfeindliche und reaktionär zersetzende Formen angenommen haben. … Englische, amerikanische und jüdische Musikschallplatten werden ausgeliehen, getauscht, durch Schneideapparate vervielfältigt und auch zur öffentlichen Wiedergabe benutzt. … Es handelt sich hier z. T. um degenerierte und kriminell veranlagte, auch mischblütige Jugendliche, die sich zu

Liederzeit: | | 1941


Das Attentat des Bürgermeisters Tschech vom 26. Juli 1844

Am 26. Juli 1844 wurde auf den König Friedrich Wilhelm IV. und die Königin von Preußen in Berlin ein Attentat verübt. Der ehemalige Bürgermeister von Storkow (südlich Berlin), Ludwig Tschech (*1789), gab vor dem Tor des Berliner Schlosses auf das in der Equipage sitzende Königspaar zwei Schüsse ab, von denen einer den Hut der Königin traf, der andere den König

Liederzeit: | , | 1844


Der Ruhrkampf 1920

Das Ereignis, das von Historikern heute als “größte Aufstandsbewegung, die es in Deutschland seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts gegeben hat”, gewertet wird, flackerte auf unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, erreichte seinen Höhepunkt in der Abwehr des Kapp-Putsches und brach in den Ostertagen des Jahres 1920 zusammen. Eine gerechte Bewertung in den Geschichtsbüchern steht bis heute aus. Ruhrkampf

Liederzeit: | | 1980


Die toten Bergleute in Hausdorf in Schlesien

151 Tote, 40 Verletzte! Über 100 der ermordeten Bergknappen stammten allein aus dem kleinen Hausdorf. Fast in jedem Hause ist ein Mann zu beklagen. In einem sind es neun! Eine Familie verlor an die kapitalistische Profitwirtschaft allein drei Angehörige mit einem Schlage. Das ganze Dorf war tage- und nächtelang ein fürchterliches Jammertal, während profitgierige Filmmenschen nach Kräften ihr Kapital aus

Liederzeit: | | 1930


Die Wacht am Rhein (Ernst Toller, 1914)

Mitten in der Nacht schreckt uns eine Stimme aus dem Schlaf, wir fahren über den Rhein. Wir springen auf, wir offnen die Fenster, unter uns fließt schwarz und still der Rhein. Die Kadetten ziehen die Säbel aus der Scheide, “Achtung!” schreit einer, ein andrer singt “Die Wacht am Rhein”, wir singen mit und schwingen drohend unsere Gewehre. Ja, wir leben

Liederzeit: | 2009


Ein Fest für Robert Blum (1848)

Leipzig 18 August 1848. Heute feierten wir zu Ehren unseres Robert Blum ein noch nicht dagewesenes Volksfest im großen Küchengarten. Der deutsche Vaterlandsverein hatte es veranstaltet. Das Festlokal war auf die geschmackvollste Weise mit Fahnen der deutschen Farben, mehreren Transparenten, dem deutschen ungekrönten Doppeladler, unzähligen bunten Lampen usw geschmückt. In der Mitte befand sich eine Festhalle für Blum, dessen Familie

Liederzeit: | | 1848


Heckerlied ein Studentenlied – aus Heidelberg? (1962)

Nachweisbar ist das Heckerlied im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts “in den deutschsprachigen Universitäten weit verbreitet gewesen; und zwar nicht als republikanisches Kampflied, sondern als “Juxlied” der Korpsstudenten, als “Anstich- und Randalierlied”. “Ratschintschin, ratschintschin Kriwali krawali krum! Die Revolution! die Revolution! Blut muß fliessen knüppeldick Vivat hoch die Republik Sechsunddreißig Jahre währt die Knechtschaft schon nieder mit den Hunden von der Reaktion”

Liederzeit: | , , | 1962


Im Deutschen Viertel in New York 1959

Die 86. Straße ist ein deutscher Alptraum. Kaiser Barbarossa, der Bart durch den Tisch gewachsen, die alten Germanen auf der Bärenhaut, das Hörn des Mets geschwungen, der Trompeter von Säckingen, eine odulierte Lorelei und kein Kompliment für Heine, Bismarck im Küraß und Bismarck mit dem Schlapphut, fast ein Paulskirchenmann, doch der über´s Meer geflohenen Achtundvierziger wurde nicht gedacht, und Hindenburg

Liederzeit: | , | 1959


Kriegers Lust – die Melodie vom Bürgermeister Tschech

Indem das Lied vom Bürgermeister Tschech auf die Melodie eines damals sehr populären Marsches “Kriegers Lust” gesungen wurde, fand es sofort eine reißende Verbreitung.  Die Melodie, die nicht für ein Lied geschrieben war, hatte in Verbindung mit Worten einen besonders spitzen,, beißenden und  boshaften Charakter. Interessante Angaben über die Melodie des Tschech-Liedes macht, offenbar auf Grund eigener Erinnerung oder zeitgenössischer Erzählungen, W. Tappert

| , | 1904


Kurze Haare für die Swing-Jugend

„Angesichts des heldenhaften Kampfes, den der deutsche Soldat an allen Fronten führt, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die deutsche Jugend in der Heimat sich sowohl in ihrer Haltung als auch im äußeren Auftreten dieses Kämpfertums würdig erweist. So ist es … untragbar, dass es noch Jungen gibt, die … mit einer weiblichen Tangofrisur oder einer sog. Künstlermähne herumlaufen. … Ich

Liederzeit: | | 1944



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