Volksliedbücher

Als der Großvater die Großmutter nahm (Auflage 1922)

Schlager sind Lieder, bestehend aus Musik und Worten, die kaum noch etwas mit ihren Autoren zu tun haben, sondern die aus der Literatur zum Gebrauchsgegenstand des Volkes oder des jeweiligen Volkskreises avanciert oder degradiert sind. Solche Lieder zum sonntäglichen Gebrauch des deutschen Bürgertums aus den Jahren 1740 bis 1840 hat Gustav Wustmann, der Schöpfer des ausgezeichneten Werkes ›Allerhand Sprachdummheiten‹, veranstaltet,

Liederzeit: | 1922


Geschichtliche Entwicklung der Heimathymnen

Die Bezeichnung der Lieder In den Kommers- und Liederbüchern der letzten Jahrzehnte nimmt eine Liedergattung einen immer breiteren Raum ein, die in den früheren Sammlungen nur durch einige im weitesten Sinne zu Volksliedern gewordene Vertreter angedeutet war. Es sind dies Lieder, die dem Preise eines enger begrenzten Gebietes, sei es einer Provinz oder einer Landschaft, gewidmet sind, die in dem betreffenden Gebiete eine gewisse Volkstümlichkeit

| 1919


Schlesische Volkslieder (1842): Vorwort

Im Sommer 1836 besuchte ich einen Freund auf dem Lande Ich hörte gegen Abend die Grasmädchen fingen Ich forschte nach sie sangen Volkslieder die mir des Sammelns werth schienen Ich erhielt nachher von der Hand eines dieser Mädchen Aufzeichnungen und faßte nun den Entschluß in Schlesien weiter nach Volksliedern zu suchen Einige Jahre später gewann ich die Ueberzeugung daß Schlesien

Liederzeit: | 1841


Schlesische Volkslieder: Vorwort von Ernst Richter

Es bleibt dem Unterzeichneten die Melodien in unserer Sammlung betreffend im Ganzen wenig zu bemerken übrig sie werden für sich selbst sprechen Sie leben im Volke und sind sein Eigenthum geworden sie kommen vom Herzen und gehen zum Herzen Einfach in der Tonfolge im Rhythmus und in der Modulation sind sie Jedem verständlich der seinen Geschmack noch nicht gänzlich an

| 1842


Schulfibel Anno Dazumal

In den Anmerkungen zu der Sammlung “ Als der Großvater die Großmutter nahm (1885) “ findet sich ein interessanter Abschnitt über Fibelverse im 18. und 19. Jahrhundert: „In Neues Leipziger Allerlei für 1755 , S. 243 , findet sich bereits eine literarische Parodie [auf Fibelverse] , z.B. Der Affe gar possierlich ist, zumal wenn er sich selber liest. oder: Den

| 1885


Volkslied-Bücher

Die sich emanzipierende städtebürgerliche Kultur bringt ab Mitte des 15. Jahrhunderts, wesentlich begünstigt durch die Entwicklung des Buchdrucks, eine Reihe bedeutsamer Liederhandschriften, gedruckter Sammlungen und fliegender Blätter, vor allem weltlichen Liedgutes hervor. Sie sind nicht nach wissenschaftlichen oder historischen Gesichtspunkten angelegt, sondern für den täglichen Gebrauch bestimmt. Vor allem die städtischen Mittel- und Oberschichten haben wachsenden Bedarf an Liedern, die

| | 2007


Volkstümliche Lieder der Deutschen (Vorwort)

Franz Magnus Böhme hat im Vorwort seiner bedeutenden Sammlung mit volkstümlichen Liedern dargelegt, wie sich aus seiner Sicht das volkstümliche Lied vom eigentlichen Volkslied unterscheidet – hierbei erwähnt er auch Gassenhauer, Flugblattlieder und ähnliche. Ohne seine Ansichten werten zu wollen, bilden diese doch die Grundlage für seine auch heute noch bedeutende Sammeltätigkeit und das Vorwort lässt Rückschlüsse darüber zu, was

Liederzeit: | 1895


Vorrede zu Deutscher Liederhort

Später, als in der Ankündigung vom August 1853 verheißen, übergebe ich diesen Band deutscher Volkslieder mit ihren eigentümlichen Melodien der Öffentlichkeit zu gemeinsamem Genusse, milder Pflege und eindringender Forschung dessen, was in diesen Früchten deutschen Lebens, deutschen Geistes und Gemütes niedergelegt ist. Daß ich Mühe und Arbeit nicht gescheut, mit Liebe und Begeisterung den Klängen und Lauten gelauscht, ihren Spuren in Schrift

| 1853


Vorwort Allgemeines Schweizer Liederbuch (1828)

Dieses Liederbuch ist weitaus reichhaltiger als die meisten deutschen Sammlungen der Art es enthält dazu noch die meisten vaterländischen Gesänge und ist ungeachtet seines Umfangs doch wohlfeil. Die erste Auflage desselben hat sich ungewöhnlich schnell vergriffen was genugsam beweist daß das Bedürfniß einer solchen Sammlung allgemein und gerade diese den Wünschen der Meisten angemessen ist Besonders den Sängervereinen, zumal sie

Liederzeit: | 1828


Vorwort zu „Erotische Volkslieder aus Deutschland“ (1910)

Bis in mein Zimmer hinein höre ich das Gepolter der Eisenbahn oder das Gebimmel der Elektrischen, das Heulen der Fabriksirenen und das Töfftöff des Autos. Sehr melodisch klingen diese Töne nicht. Aber sie verschwinden doch manchmal. Und dann singt das Locken der Vögel vom Garten herein. Wie eifrig und deutlich das Vogelmännchen dem Weibchen seine Wünsche und seine Gelüste vorträgt!

Liederzeit: | 1910



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