Volkslied-Forschung


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Das Lied vom treuen Robert Blum 1849

Die Resonanz dieser Lieder (auf Robert Blum) im Jahre 1849 in der Bevölkerung und ihre Verfolgung durch die Behörden zeigen uns anschaulich die Akten einer Disziplinaruntersuchung von Chemnitzer Bürgerschullehrern i. J. 1849, auf die zuerst Paul Willert die Aufmerksamkeit  gelenkt hat. Die Lehrer wurden, wie es in einem Schreiben des Polizeiaufsehers heißt, beschuldigt, “ihre republikanischen Ideen” auch in der Schule verbreitet

Liederzeit: | , , | 1849


Denkst du daran mein tapferer Lagienka (Hintergrund)

In dem  Buch „Das Kölnische Volks- und Karnevalslied” (1951, S. 182—186) führt Paul Mies  zu “Denkst du daran mein tapferer Lagienka” an, daß diese Melodie im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts sehr beliebt war;  sie würde „besonders gewählt, wenn es sich im Text um Erinnerungen, um Abschied, um wehmütige Gedanken handelt”. Mies führt 10 Lieder auf diese Melodie an…. Das Lied ist außerdem wenigstens zweimal ins Polnische

Liederzeit: , | 1962


Der Auszug nach Weiler (1848)

Für die Bauern war von den neuen Forderungen [im März 1848] keine so wichtig wie die Befreiung des Bodens, die Aufhebung der Feudallasten. In manchen Orten fehlte die Geduld, um auf gesetzliche Regelung zu warten, vielleicht auch der Glaube daran. In Baden kam es zuerst seit dem 6. März da und dort zu Ausschreitungen, die zumeist auf Zerstörung der Akten

Liederzeit: | | 1848


Der diebische Müller

Das Lied vom diebischen Müller ist schon um 1680 hochdeutsch, um 1600 niederdeutsch belegt. Während der Feudalzeit bestand Mühlzwang: der Bauer mußte die Mühle aufsuchen, in deren Bannmeile er wohnte. Der Müller, der die Bauern — zu all ihren anderen Lasten — noch um einen beträchtlichen Teil des ihnen gebliebenen Korns brachte, war verhaßt und verachtet, was sich außer in

| 1960


Der Kaiser ist ein lieber Mann

Der Kaiser ist ein lieber Mann er wohnet in Berlin und wär das nicht so weit von hier so ging ich heut noch hin Wisst ihr, was ich beim Kaiser wollt´ Ich gäb ihm eine Hand und brächt das schönste Blümchen ihm das ich im Garten fand Und sagte dann: In treuer Lieb bring ich das Blümchen dir Und dann

Liederzeit: | , , | 1880


Der König rief und das Volk stand auf (Sedanfeier)

Der König rief, und das Volk stand auf und griff zu Waffen und Wehre die Mannen Deutschlands kamen zuhauf zu schirmen des Vaterlands Ehre zum Schutz für den freien, den deutschen Rhein Alldeutschland, Alldeutschland nach Frankreich hinein Wie Ungewitter zur Sommerszeit mit kurzem gewaltigem Schlagen so tobte auf Welschlands Fluren der Streit von Siegen nur hörten wir sagen und allzeit

Liederzeit: | | 1881


Der Krieg als heiligstes menschliches Handeln (1913)

Das Leben für die Brüder, für das Vaterland, für Kaiser und Reich, für den Sieg zu geben, damit die Lebenden Frieden und die Toten Ruhe haben, lehrt nicht nur der heidnische, sondern auch der christliche Glaube. Darum ist der Krieg die hehrste und heiligste Aeusserung menschlichen Handelns. Er gibt Gelegenheit, nach Gottes Geheiss das Höchste für die Brüder zu opfern,

Liederzeit: | , , , | 1913


Der Krieg in Trupermoor (1914)

Die schönsten Minuten für die Kinder Friedlich verfloß die erste Hälfte des Jahres 1914. Die Bewohner waren bei dem Einbringen der Ernte. Da kam die erschütternde Nachricht    vom Fürstenmord in Serajewo. Ein Sturm der Entrüstung – die Ruhe vor dem Sturm. Der 30. Juli kam näher. Gespannt las jeder die politischen Nachrichten in den Zeitungen. Da kommt am Abend des 31. Juli

Liederzeit: | | 1914


Der Ruhrkampf 1920

Das Ereignis, das von Historikern heute als “größte Aufstandsbewegung, die es in Deutschland seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts gegeben hat”, gewertet wird, flackerte auf unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, erreichte seinen Höhepunkt in der Abwehr des Kapp-Putsches und brach in den Ostertagen des Jahres 1920 zusammen. Eine gerechte Bewertung in den Geschichtsbüchern steht bis heute aus. Ruhrkampf

Liederzeit: | | 1980


Der Sturm brach ein in deutsches Land (Sturmlied 1914)

Der Sturm brach ein in deutsches Land nehmt kaltes Eisen in die Hand an Weichsel, Rhein und See und Sund schlag, Tambour, schlag den Wirbel rund Und sollt´ die Welt voll Teufel sein deutsch Eisen trägt den Tod hinein Marschiert, marschiert und fragt nicht viel nach Feindeszahl und Wegesziel Wenn euer Schwert die Feinde frißt ist´s Antwort, die sich nie

Liederzeit: | 1914



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