Lied und Erster Weltkrieg

Aufruf zur Gründung von Kriegsschulmuseen (1915)

Schulmuseum für Kriegserinnerungen Jede Schule in Stadt und Land gründe sich jetzt ein Schulmuseum für Kriegserinnerungen Zweck: Das heimatliche Schulmuseum für Kriegserinnerungen soll die Jugend anschaulich und dauernd darüber belehren, was in unserer großen Zeit Vaterland und Heimat, einig und stark, durchlebten und erreichten, und was hierbei die Einwohner der Gemeinde, im Felde oder daheim, geleistet haben Einrichtung Während des Krieges

Liederzeit: | 2009


Besonders schöne deutsche Innigkeit (1915)

Beitrag aus der „Allgemeinen Musikzeitung“, 1915: „Friedlaender wies darauf hin, daß die Gefahr, die dem Soldatenliede durch die Einbürgerung des Gesangspossen-Schundes gedroht hatte, wie mit einem Schlage verschwunden sei. Kein Possencouplet wird mehr gesungen. Und im Gegensatz zu unsern Feinden steht in den Liedern unserer Krieger nichts Ruhmrediges, nichts von Haß, Verachtung und Geringschätzung des Feindes. Was wird besungen? Der Abschied, die Heimat, der

Liederzeit: | 1915


Das deutsche Lied an der Front

Musikalisch steht der gegenwärtige Krieg unter dem Zeichen des „Zersingens“ alter, schöner Lieder. Bestes Beispiel hierfür ist das vielgesungene „Ich hatt‘ einen Kameraden“, das in seiner neuen Gestaltung geradezu ein Erkennungslied unserer großen Zeit geworden ist. Es sei gleich festgestellt, daß dieses Lied nicht erst im gegenwärtigen Kriege aufgetaucht ist. Es war schon vorher eine lange Reihe von Jahren bekannt

Liederzeit: | 2009


Der Krieg in Trupermoor (1914)

Die schönsten Minuten für die Kinder Friedlich verfloß die erste Hälfte des Jahres 1914. Die Bewohner waren bei dem Einbringen der Ernte. Da kam die erschütternde Nachricht    vom Fürstenmord in Serajewo. Ein Sturm der Entrüstung – die Ruhe vor dem Sturm. Der 30. Juli kam näher. Gespannt las jeder die politischen Nachrichten in den Zeitungen. Da kommt am Abend des 31. Juli

Liederzeit: | 1914


Deutscher rede Deutsch

Das deutsche Volk als ein Werkzeug göttlichen Waltens Unserem auch an dieser Stelle wiederholt zum Ausdruck gebrachten Streben, unsere Muttersprache allezeit als ein Heiligtum von köstlicher Art zu werten, kommen die Ausführungen an Richard Lange, Hagen i. Westf., entgegen, die sich unter der Überschrift „Deutscher, rede deutsch“ in einer Buchankündigung des Dürrschen Verlags (Leipzig) finden und die wir in einem

Liederzeit: | 1918


Die blauen Dragoner sie reiten

Sie reiten in den Krieg In „Die blauen Dragoner sie reiten“ wird aus der Sicht eines Mädchens in romantisierender Form zu Beginn des ersten Weltkriegs besungen, wie die Soldaten in den Krieg ziehen. Das Lied entstand in der allgemeinen Kriegsbegeisterung jener Tage (siehe dazu den Themenschwerpunkt: „Kriegserziehung im Kaiserreich“). Interessanterweise taucht es in der Weltkriegs-Liedersammlung von 1926 nicht auf, es wurde hier

Liederzeit: | | 1915


Die Tiere als Soldaten

5. Lektion in der ersten Schulklasse Der Lehrer erzählt: Rudi machte sich am Nachmittag nach der Schule (nach dem Nachmittagsunterricht) im Holzschopf einen langen hölzernen Säbel. Als er mit Helm und Säbel zum Abendessen ging und die Gänse gerade von der Weide heimkamen, hätte der kleine Soldat fast gleich eine Schlacht zu bestehen gehabt. Der alte Gänserich sprang wütend auf

Liederzeit: | | 2009


Eine Massenmobilmachung der Reimpaare (1914)

Über Kriegslyrik und heiligen Krieg Im Frieden sitzt jeder Mensch in seinem eigenen krausen Rosengärtlein und pfeift seine Lieblingsmelodie. Dann kommt der Krieg und wirbelt alle Kleinstaaterei der Herzen durcheinander, daß wieder die einfachen, starken Urgefühle der Menschheit Raum gewinnen: Volksnot, Vaterland, Kampf, Sieg. Über die Endlichkeit und Vergänglichkeit weisen sie hinaus in den Tod. Das Mysterium des Lebens und

Liederzeit: | 1914


Für ihn lassen wir Gut und Blut – Deutschland 1914

Mobilmachung In Berlin zog bei der Kunde von der Mobilmachung eine ungeheure Menschenmenge vors Schloß, gehoben und begeistert. Stolz wehen die beiden Standarten der Majestäten auf dem Dache, und die Sonne lachte so friedlich darüber. „Lieb Vaterland magst ruhig sein!“ donnert es unten. Mobilmachung! Es kommen den Leuten ernste Gedanken, schwere Gedanken. Da horch, der Trubel verstummt: „Ein feste Burg

Liederzeit: | 1914


Ich hatt einen Kameraden (1916 , In der Heimat….)

Aus jedem Soldatenzuge, aus jeder Kaserne erklingt heute ein Lied, das in seiner Anknüpfung an den volkstümlichen Wortlaut eines Gedichts von Ludwig Uhland mit Neuschöpfungen eine sonderbare Mischung darstellt. Uhiand dichtete seine „guten Kameraden“ nach dem Vorbilde eines alten Volksliedes wie etwa Goethe sein „Heideröslein“. Vom Volke entnommen, kehrt es wieder in den Volksmund zurück, so daß es heute das meistgesungenste, beliebteste

Liederzeit: | | 1916