Robert Reinick

Reinick

Robert Reinick, geboren am 22. Februar 1805 in Danzig und gestorben am 7. Februar 1852 in Dresden, war Maler und Dichter. Er besuchte ab 1825 die Kunstakademie in Berlin, ab 1827 als Schüler Carl Joseph Begas (auch Begasse). Er blieb dort bis 1831, wo er unter anderem mit Chamisso und Eichendorff im Austausch stand. Seit dieser Zeit wandte er sich neben der Malerei der

| 1852


Gottes Sternlein glänzen wieder (Kindergebet zur Nacht)

Gottes Sternlein glänzen wieder still und schön in ihrer Pracht Lieber Gott im Himmel oben gib mir eine gute Nacht Wachet Sternlein ich will schlafen bis die schöne Sonne lacht lieber Gott dein Kindlein hüte gib mir eine gute Nacht Schicke mir ein Englein nieder daß es mir am Bette wacht gib auch meinen lieben Eltern eine sanfte gute Nacht

Geistliche Lieder | 1830


Ach du klarblauer Himmel (Wohin mit der Freud)

Ach du klarblauer Himmel und wie schön bist du heut möcht ans Herz gleich dich drücken vor Jubel und Freud Aber´s geht doch nicht an denn du bist mir zu weit und mit all meiner Freud´ was fang ich doch an? Ach, du lichtgrüne Welt und wie strahlst du vor Lust und ich möcht mich gleich werfen dir voll Lieb

Liebeslieder | 1850


Viel tausend Stern am Himmel stehn

Viel tausend Stern am Himmel stehn getreulich ihre Wacht versehn mit hohen Freuden Du Kriegsmann, nimm es wohl in acht und halte Wacht in dunkler Nacht auf grüner, grüner Heiden Treu deinem Herrn, treu deinem Gott wirst du den Feind und alle Not bestehn mit Freuden Bleib treu, bleib treu und halte Wacht in stiller Nacht, in wilder Schlacht auf

Soldatenlieder | 1852


Der Winter ist gekommen

Der Winter ist gekommen Und hat hinweg genommen Der Erde grünes Kleid; Schnee liegt auf Blütenkeimen, Kein Blatt ist an den Bäumen, Erstarrt die Flüsse weit und breit. Da schallen plötzlich Klänge Und frohe Festgesänge Hell durch die Winternacht. In Hütten und Palästen Ist rings in grünen Ästen Ein bunter Frühling aufgewacht. Wie gern doch seh ich glänzen mit all

Weihnachtslieder | 1852


Ei ei Herr Reiter sein Roß will ja nicht weiter

Ei Ei Herr Reiter sein Roß will ja nicht weiter mich dünkt, es wird schon müde sein dann kehr er hier im Wirtshaus ein Geb er dem Rößlein frisches Heu nehm er selbst einen Trunk dabei so so Herr Reiter nun kann er wieder weiter Ei Ei Herr Reiter sein Roß will ja nicht weiter Sein Roß, das will beschlagen

Kinderlieder | | 1852


Der laute Tag ist fortgezogen

Der laute Tag ist fortgezogen es kommt die stille Nacht herauf, und an dem weiten Himmelsbogen da gehen tausend Sterne auf, und wo sich Erd´ und Himmel einen in einem lichten Nebelband, beginnt der helle Mond zu scheinen mit mildem Glanz ins dunkle Land Da geht durch alle Welt ein Grüssen und schwebet hin von Land zu Land; das ist

Abendlieder | 1852


In dem Himmel ruht die Erde – Mond und Sterne halten Wacht

In dem Himmel ruht die Erde Mond und Sterne halten Wacht, auf der Erd´ ein kleiner Garten schlummert in der Blumen Pracht Gute Nacht, gute Nacht! In dem Garten steht ein Häuschen still von Linden überdacht; draussen vor dem Erkerfenster hält ein Vogel singend Wacht. Gute Nacht, gute Nacht! In dem Erker schläft ein Mädchen träumet von der Blumen Pracht

Abendlieder | 1852


Nun brechen aller Enden die Blumen aus grünem Plan

Nun brechen aller Enden Die Blumen aus grünem Plan Wo ich mich hin mag wenden Da hebt ein Klingen an Möcht dir ein Sträußlein binden Möcht dir ein Lied erfinden Wo aber fang ich an? Hier blühn Mariensterne Dort Primeln licht und bunt Bald ruft ein Horn zur Ferne Bald rauscht es im kühlen Grund Ganz wirr ist mir zu

Frühlingslieder | Liebeslieder | 1852


Kaninchen Karnickelchen

Kaninchen Karnickelchen wie bist du doch so stumm Du singst nicht, du sprichst nicht und läufst so sacht herum Kaninchen Karnickelchen du läufst so sacht herum Kaninchen Karnickelchen hast Augen groß und blank auch fehlt es dir an Ohren nicht die sind gehörig lang Kaninchen Karnickelchen die sind gehörig lang Kaninchen Karnickelchen ich wette was darum Trotz großem Aug und

Kinderlieder | 1900


Robert Reinick