Studentenlieder


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Es wühlten drei Geologen (Der Urstudent)

Es wühlten drei Geologen einmal à la Schliemann umher. Die Formationen sie wurden durchschnüffelt die Kreuz und in die Quer. Sie fanden in Jura und Trias manch vorsintflutliches Vieh von hochinteressanter Statura und Schädelphysiognomie Da haben sie eines Tages tief unten in Kreide versteckt, ein schlankes fossiles Gerippe vom genus homo entdeckt. Sie weinten vor Freude und Wehmut dort an

Liederzeit: | 1888


Es zog ein flotter Bursch zum Rhein nach Bonn dort zu studieren

Es zog ein flotter Bursch zum Rhein nach Bonn, dort zu studieren: der Vater sprach: “Sollst fleissig sein und keine Zeit verlieren!” Die gute Mutter aber sprach: “Lauf´ nicht den rhein´schen Mädchen nach, mit ihren Feuerblicken sie könnten dich berücken Allein der liebe Sohn am Rhein war fleissig bei der Kanne. Er trank allzeit den besten Wein beim Wirt zur

Liederzeit: | 2006


Festlied der Strassburger Studenten

Heut´ trennt unser minniglich Sehnen kein deutscher, kein gallischer Rhein, wir ziehen gleich Lohengrins Schwänen maifröhlich in “Strazzebure” ein. Der Hochschulen jüngste Schwester sei als bräutliches Ziel uns ersehn: sie steht noch im ersten Semester drum ist sie auch jung noch und schön! Wo Gottfried und Tristan gesungen wo Erwin sein Münster erbaut, wo Gutenbergs Kunst sich erschwungen da ist

Liederzeit: | 1900


Feuerwehr-Salamander

I Achtung! (Ergreifen des Glases) Kameraden es brennt! (Das Glas wird kreisend auf dem Tisch gerieben, wobei alle “Salamander, Salamander” brummend vor sich hinmurmeln) Spritze fertig! (Glas zum Munde) Los! (Glas geleert) Vorwärts marsch! (“Kamerad komm!” mit den Gläsern zu trommeln) Im Laufen, marsch, marsch! (Schnelles Wirbeln mit den Gläsern) Compagnie, Halt! (Gläser erhoben) Tretet ab! (Alle setzen mit einem

Liederzeit: | 1880


Fischen Jagen und Vogelstellen (Junggesellenlied)

Fischen, Jagen und Vogelstellen Das hält jung die Junggesellen Junggesellen die wollen wir sein Bei Bier und kühligem Wein Fisch und Vöglein fangen wir In dem blauen und grünen Revier Dazu manch Wildbret zart und fein Junggesellen wollen wir sein Das Gläslein geht reihum, reihum Wer nicht singt, der bleibet stumm Und schweiget fein, ja fein Junggesellen wollen wir sein

Liederzeit: | 1911


Freunde trinkt in vollen Zügen (Aura academica)

Freunde, trinkt in vollen Zügen musenstädtschen Gerstensaft Allen Ganzen zu genügen wächst uns wieder Riesenkraft Nimmer weichen wir im Streite stehet uns als Helfer da leichtbeschwingte, kampfbereite Aura academica All zerstreut in deutschen Landen waren wir zur Ferienzeit Jener stak in Bücherbanden dieser trat die Straßen breit. Laufkur, Luftkur, Bäder, Wässer Sommerspritzen fern und nah stärkten wohl, doch stärket besser

Liederzeit: | | 1892


Freut euch des Lebens (derbe Version)

Zwei Knaben gaben sich einen Kuß der eine, der hieß Julius der andere, der hieß Gretchen ich glaube, es war ein Mädchen Freut euch des Lebens Großmutter wird mit der Sense rasiert alles vergebens sie war nicht eingeschmiert Zwei Knaben lagen als Embryo im Mutterleibe comme il faut. Da sagt der eine .Achtung bücken es kommt ein Strahl, die Alten

Liederzeit: | , , | 1880


Frisch auf mit tausend Freuden

Frisch auf mit tausend Freuden Wers mit der Feder kann! Wir wollen Manchem leiden Was er uns hat getan. Wir wollens ihnen sagen. Daß sie vorhin wohl wißt: Den Nächsten wolln wir schlagen Kommt er auf unsern Mist Wir wollen nit mehr leiden den großen Übermut den gegen uns tut treiben ein jeglich grober Filzhut Darum ihr lieben Brüder Laßts

Liederzeit: | 1900


Frisch blickt auch ich als junger Bursch ins Leben

Frisch blickt auch ich als junger Bursch ins Leben Keck hatt´ ich mir gesteckt das höchste Ziel Kein Mädchenherz konnt´ lang mir widerstreben Und doch war´s eine nur, die mir gefiel Da war ich jung, so recht von Herzen froh Ein übermüt´ger Studio. Ein Turner, kraftgestählt, noch klar die Augen noch ungetrübt vom Bücherstaub und hell Studierte, was mir grade

Liederzeit: | 2008


Fröhlich und frei bin ich juchhei

Fröhlich und frei bin ich, juchhei! steh unter Gottes Zelt hab mich ihm heimgestellt schallte sonst keck und kühn noch ist das Herz mir grün! Hurra, juchhei! Wächst doch dem Mut immer die Glut! Denk ich ans Vaterland fährt mir ans Schwert die Hand zwei Dinge halt ich wert: blank an der Seit ein Schwert Trotz unterm Hut. Bergab gewandt! Aufwärts

Liederzeit: , | | 1817



Mehr zu Studentenlieder im Archiv:

Deutsche Studentenlieder

Deutsche Studentenlieder , mit Bildern und Singweisen , illustriert von Franz Pocci und Ludwig Richter und herausgegeben von Georg Scherer, erschien 1856 in Leipzig. Das Buch enthält 130 Studentenlieder , beginnt mit “Was ist des deutschen Vaterland” und endet mit “Bemooster Bursche zieh ich aus”

Deutsch-Österreichisches Studentenliederbuch

Liederbuch für deutsche Studenten, herausgegeben von Fritz Wirth. Mindestens 5 Auflagen. Wien und Neutitschein . Druck und Verlag von L.V.Enders. Das Büchlein enthält auf ca. 160 Seiten Vaterlands- und Freiheitslieder , Kneip- und Burschenlieder , Volks- und Liebeslieder und im Anhang Bummellieder. Das Buch enthält eine Widmung vom 8. April 1888.

Krambambuli

Krambambuli ist der Titel eines Studentenliedes, das 1745 von Christoph Friedrich Wedekind unter dem Pseudonym Crescentius Coromandel verfasst wurde. Das Lied wurde mehrfach umgeschrieben und erweitert, unter anderem existiert eine Fassung mit über 100 Strophen. Eine Variante wurde schließlich in das Allgemeine Deutsche Kommersbuch, die bedeutendste Sammlung von Studentenliedern, aufgenommen. Bei Studentenverbindungen wird seit dem 19. Jahrhundert die Bezeichnung Krambambuli

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