Die Lieder zu: Peter H. Ortmann (1)

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Lieder von Peter H. Ortmann, Chorleiter aus Düsseldorf

Weit in des Waldes schwarze Wildnis gellen (Die Schmiede im Walde)

Weit in des Waldes schwarze Wildnis gellen Des Eisens Klänge noch um Mitternacht Es klopft der Schmied, es klopfen die Gesellen Die schweren Hämmer schwingen sie mit Macht Die Flammen lodern und die Funken sprühen Die Blicke leuchten und die Wangen glühen Und mit des Erzes monotonem Klang Zusammen klingt ein kräftiger Gesang Wir weihen, was wir schmieden Der Freiheit

Politische Lieder | 1920


Es lebt noch eine Flamme

Es lebt noch eine Flamme es grünt noch eine Saat Verzage nicht, noch bange Im Anfang war die Tat! Die finsteren Wolken lagern schwer auf dem greisen Land. Die welken Blätter rascheln, was glänzt, ist Herbstesstand. Den Blick zum Staub gewendet so hasten Sie dahin. Verdüstert ihre Stirnen Dumfp und gemein ihr Sinn Doch seh ich Fäuste zittern und Schläfen

Freiheitslieder | 1919


Wir wohnen in den Häusern grauer Steine

Wir wohnen in den Häusern grauer Steine Wir kommen aus Fabriken und Büros Wir haben manchmal Arbeit, manchmal keine Wir sind dem Brotherrn eine Nummer bloß Hallo, hallo, du Proletar die Augen auf, die Fäuste fest Hallo, hallo, du graue Schar die Stirne frei, die weiße Pest jetzt müsst ihr sie zerschlagen die weiße Pest, jetzt müsst ihr sie zerschlagen

Arbeiterlieder | 1900


Mann der Berge aufgewacht (Weckruf)

Mann der Berge, aufgewacht Ob im Stollen oder Schacht eingehüllt von Pulverdampf rüste dich zum Freiheitskampf Lang genug hast du gesäumt und geschlafen und geträumt Morgenrot wirft seinen Schein neues Leben bricht herein Hörst du nicht den Kampfeston? Deine Brüder fechten schon stehen straff in Reih und Glied nur du bist noch schlaff und müd Klagen über deine Not schafft

Arbeiterlieder | Bergmannslieder | 1900


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