Die Lieder zu: Mutter (4)

Seite 4 von 10

Es warn einmal zwei Bauerssöhn (vor 1856, Odenwald)

Es warn einmal zwei Bauerssöhn die hatten Lust in Krieg zu gehn wohl ins Soldatenleben Sie blieben aus ein lange Zeit und machten sich ein große Beut an ungarischen Dukaten Und als sie wieder nach Hause kam´n Frau Wirtin an dem Fenster stand mit ihr´n schwarzbraunen Augen Frau Wirtin hat sie die Gewalt ein Reiter über Nacht zu behalt´ ein

Raub-Mord-Totschlag | 2012


Es wollt ein Hirtlein treiben aus (Kindsmörderin)

Es wollt ein Hirtlein treiben aus er trieb wohl vor den Grunwald naus Und wie er vor den Grunwald treibt da hört er schrein ein Kindelein Ach sag mein Kindlein wo du bist ich hör dich schon ich seh dich nicht Ich bin im hohlen Baum versteckt mit Eichenspänlein zugedeckt Ach nimm mich nimm mich Hirtelein und trag mich in

Balladen | Lieder über uneheliche Kinder | 1817


Es wollt ein Hirtlein treiben aus (vor 1856 , Schlesien)

Es wollt ein Hirtlein treiben aus er trieb wol in den Wald hinaus Und wie er kam in Wald hinein hört er ein kleines Kindlein schrein Ich hör dich wohl ich seh dich nicht ich hör daß du ein Kindlein bist Ich bin im hohlen Baum versteckt mit Dorn und Disteln zugedeckt Ach Hirtlein liebes Hirtlein mein ach nimm mich

Lieder über uneheliche Kinder | Schäferlieder | 1856


Es zog ein Bursch in die Welt hinaus (Kein Mutterherz)

Es zog ein Bursch in die Welt hinaus ganz mutig verließ er sein Elternhaus die Mutter, die steht so bleich, so blaß sie weint, sie weint ohn´ Unterlaß “Ach Mutter, ach Mutter, laß das Weinen sein”! Ich zieh in die Welt, das Glück wird mein” Die Mutter sie segnet ihn noch einmal dann zieht er von dannen im Morgenstrahl und

Wanderlieder | 1936


Eß mer op en Kinddauf engelade (Kinddauf-Fess unger Krahnebäume)

Eß mer op en Kinddauf engelade, Dat kann nix schade, do geiht mer hin Denn vun Hätze kann mer sich vermaache Et gitt ze laache un vill zo sin So´n Fest ist edel, em richt´ge Veedel, die ganze Naach, do geiht et trallala la-la! So´n Fest ist edel, em richt´ge Veedel, de ganze Naach, do geiht et tralala la-la! Mein

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | 1909


Friedlich nach durchlaufner Bahn (Edle Rache)

Friedlich nach durchlaufner BahnDen erstarrten Leib zu pflegen Kam gepeitscht vom Herbst Orkan Und durchnäßt von Schnee und Regen Der mobile Handelsmann Levi Schmul im Wirtshaus an Zechend in zufriednem Kreise Saß des Städtchens Bürgerschaft Labte sich am Gerstensaft Und besprach sich wechselsweise Hier von Schul und Kirchenzucht Von verheerenden Kometen Dann  von Pest und Kriegesnöten Und des Alpes Zentnerwucht  Levi grüßt

Gedichte | 2012


Früher war ich meiner Mutter einziger Sohn

Früher war ich meiner Mutter einziger Sohn Und heute zähl´ ich zu euch Lumpen schon. “Du bist ein Lump!” “Ich bin kein Lump!” “Du bist ein liederlicher Lump, Vagabund!” Früher hatt ich ´nen Anzug von blauem Tuch Der steht noch heute beim Schneider zu Buch. “Du bist ein Lump!” “Ich bin kein Lump!” “Du bist ein liederlicher Lump, Vagabund!” Früher hat´

Vagabundenlieder | 1950


Hahn und Hühnermutter

Ein Hahn (Göckele) sitzt am Boden und scharrt. Vor ihm steht die Hühnermutter, die eine Reihe Küchlein hinter sich hat. Dann führt die Mutter mit dem Hahne folgendes Gespräch: Göckele, was grabst? Ein Löchle Was in dem Löchle suche? E Steinle Was mit dem Steinle tun? E Messerle wetze Was mit dem Messerle tun? Alle deine Hühner umbringen Dann springt

Allgemein | Kinderspiele | 1897


Hans war im Kinderrocke schon

Hans war im Kinderrocke schon Ein ungezogner Knabe Keck sprach er allen Menschen Hohn Das war so seine Gabe Manch Gängelband riß er entzwei zum Herzeleid der Zofe Entwischte dann und war er frei so schwärmt er wild im Hofe Mit seiner Kraft wuchs auch sein Mut Sein Ungestüm sein Toben Kein Nachbar war dem Buen gut Kein Lehrer konnt ihn

Gedichte | 1784


Holder Jüngling mein Verlangen

Holder Jüngling mein Verlangen Höre was dein Liebchen spricht Lass mich küssen deine Wangen Und sprich: Ja ich liebe Dich Selbst mein Vater war ein Reiter Meine Mutter liebte mich Und ich war noch jung und heiter Selbst ein Jüngling küsste mich. Beide sind dahin geschieden Beide schweb’n in süsser Ruh Sie geniessen Himmelsfrieden Und ich bring im Kerker zu.

Frauenlieder | Gefangenenlieder | 1876


Meistgelesen in: Mutter