Die Lieder zu: Bürgermeister Tschech (1)

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Bürgermeister Tschech Favoriten:

Kriegers Lust – die Melodie vom Bürgermeister Tschech
Zensur gegen das Lied vom Bürgermeister Tschech
War wohl je ein Mensch so frech (Bürgermeister Tschech)
Das Attentat des Bürgermeisters Tschech vom 26. Juli 1844
War wohl je ein Mensch so frech (1881)
Wer war wohl je so frech (vor 1866)
Leute tretet rings heran (1849)
Ihr Leute tretet näher ran (vor 1848)
Aus dem Tagebuch des Varnhagen von Ense (1844)

Aus dem Tagebuch des Varnhagen von Ense (1844)

Berlin , 27. August 1844 “Zu Hause den Besuch des Generals von Rühle empfangen; persönliche Mitteilungen; politische Erörterungen; merkwürdige Urteile und Ansichten über den Schuß, es gibt Leute, die nicht an die gefundenen Kugeln glauben, andre die sich eine politische Verschwörung nicht ausreden lassen; alle Einzelheiten der Geschichte werden verschieden erzählt, alle Angaben bestritten, und auch gerichtlich soll wenig mit Zuverlässigkeit ermittelt sein; der König

Politische Lieder | Volkslied-Forschung | 1844


Das Attentat des Bürgermeisters Tschech vom 26. Juli 1844

Am 26. Juli 1844 wurde auf den König Friedrich Wilhelm IV. und die Königin von Preußen in Berlin ein Attentat verübt. Der ehemalige Bürgermeister von Storkow (südlich Berlin), Ludwig Tschech (*1789), gab vor dem Tor des Berliner Schlosses auf das in der Equipage sitzende Königspaar zwei Schüsse ab, von denen einer den Hut der Königin traf, der andere den König

Zeitgeschehen | 1844


Ihr Leute tretet näher ran (vor 1848)

Ihr Leute tretet näher h´ran und nehmt euch ein Exempel dran! Hört, was neulich an der Spreen in der Hauptstadt ist geschehn Jedes treue Preußenherz ebt die Blicke himmelwärts und erkennt, wie jeden Morgen Gott tut für den König sorgen Ravaillac bracht Heinrich um Ankerström war auch nicht dumm und Fieschi, der Verräter war ein arger Attentäter Doch im treuen Preußenland

Politische Lieder | 1847


Kriegers Lust – die Melodie vom Bürgermeister Tschech

Indem das Lied vom Bürgermeister Tschech auf die Melodie eines damals sehr populären Marsches “Kriegers Lust” gesungen wurde, fand es sofort eine reißende Verbreitung.  Die Melodie, die nicht für ein Lied geschrieben war, hatte in Verbindung mit Worten einen besonders spitzen,, beißenden und  boshaften Charakter. Interessante Angaben über die Melodie des Tschech-Liedes macht, offenbar auf Grund eigener Erinnerung oder zeitgenössischer Erzählungen, W. Tappert

Zeitgeschehen | 1904


Leute tretet rings heran (1849)

Leute tretet rings heran Hört Euch die Geschichte an Hört, was neulich an der Spree in der Hauptstadt ist geschehn Jedes brave Preußenherz richt´ die Blicke himmelwärts denn man sieht, wie wundersam Gott schützt unsern Fürstenstamm Friedrich Wilhelm hat gehört daß die Weber sich empört wollt´ in Schlesien sie besuchen und traktiern mit Pfefferkuchen Unten also in dem Schloß steht

Moritaten | Politische Lieder | 1849


Nach dem Attentate (1901)

„Nach dem Attentate offenbarte sich im Volke eine erschreckende Teilnahmslosigkeit. Sie war das Schlimmste und das Bezeichnende an den Erscheinungen dieser Tage. Der König war durch die Enttäuschungen, die er in den vier Jahren seiner Regierung dem Lande bereitet hatte, völlig unbeliebt geworden, und anstatt Teilnahme, zeigte sich für das Attentat, den Attentäter und den König nur Spott und Hohn. Man machte Glossen darüber,

Volkslied-Forschung | 1901


Ravaillac bracht Heinrich um (1844)

29. Sept. 1844. Noch ein bänkelsängerisches Lied auf Tschech, offenbar nicht aus dem Volke, und nur heuchlerisch mit Frömmigkeit versetzt, um die Sache in Umlauf zu bringen. Es heißt darin: Ravaillac bracht´ Heinrich um, Ankarström war gar nicht dumm Und Fieschi, der Verräter War ein großer Attentäter Ferner: Auch der König tritt heraus sieht noch ganz verschlafen aus An den

Freiheitslieder | 1844


War wohl je ein Mensch so frech (1881)

War wohl je ein Mensch so frech schrum, schrum, schrum, schrum schrum als der Bürgermeister Tschech schrum, schrum, schrum, schrum, schrum Denn er traf fast auf ein Haar dil-li-ti-ti, dil-li-ti-ti unser teures Königspaar dil-li-ti-ti-ti-ti Ja, er traf die Landesmutter wau, wau, wau, wau, wau durch den Rock ins Unterfutter schrum bum, schrum bum schrum bum, bum, bum, bum, bum, bum,

Politische Lieder | 1881


War wohl je ein Mensch so frech (Bürgermeister Tschech)

War wohl je ein Mensch so frech wie der Bürgermeister Tschech Denn er traf auf ein Haar unser teures Königspaar Ja, er traf die Landesmutter durch den Rock ins Unterfutter Kaum die Uhr noch war halb achte als noch Niemand Böses dachte Ist ein Mann im grauen Mantel durch das Schloßportal gewandelt Dies war Tschech der Hochverräter Königsmörder Attentäter Ach,

Freiheitslieder | 1844


War wohl je ein Mensch so frech wie der Königsmörder Tschech (1844)

War wohl je ein Mensch so frech wie der Königsmörder Tschech Denn er traf bei einem Haar unser teures Königspaar Der abscheuliche Verräter Der verruchte Attentäter Der da schoß mit frechem Mut unsre Königin durch den Hut   in:  Tagebücher von K. A. Varnhagen von Ense . Bd. II, Leipzig , 1861 , S..370 , Eintrag vom 21. September 1844

Politische Lieder | 1844


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